Bürgerhaus

Hochzeitsfeier in Petterweil läuft aus dem Ruder

Es war einfach unerträglich", sagt Bärbel Alsheimer. Sie wohnt ganz in der Nähe des Petterweiler Bürgerhauses. Da ist sie einen gewissen Lärm gewöhnt, wenn gefeiert wird. Am vergangenen Wochenende aber war es "besonders schlimm", erzählt die Leserin. "Da hat es eine türkische Hochzeitsfeier gegeben, die hat bis 4 Uhr morgens gedauert. Und es war laut, sehr laut", beschreibt sie die Situation. Es sei auch nicht das erste Mal, dass Feiern bis weit nach Mitternacht dauern. "In diesem Bürgerhaus wird ständig gefeiert", beklagt sie sich. Aber dieses Mal sei es heftig gewesen. Sie habe sich gleich am Montag bei der Stadt beschwert und habe den Eindruck gehabt, dass man dort "regelrecht bombardiert worden" sei.

Es war einfach unerträglich", sagt Bärbel Alsheimer. Sie wohnt ganz in der Nähe des Petterweiler Bürgerhauses. Da ist sie einen gewissen Lärm gewöhnt, wenn gefeiert wird. Am vergangenen Wochenende aber war es "besonders schlimm", erzählt die Leserin. "Da hat es eine türkische Hochzeitsfeier gegeben, die hat bis 4 Uhr morgens gedauert. Und es war laut, sehr laut", beschreibt sie die Situation. Es sei auch nicht das erste Mal, dass Feiern bis weit nach Mitternacht dauern. "In diesem Bürgerhaus wird ständig gefeiert", beklagt sie sich. Aber dieses Mal sei es heftig gewesen. Sie habe sich gleich am Montag bei der Stadt beschwert und habe den Eindruck gehabt, dass man dort "regelrecht bombardiert worden" sei.

Man, das ist in diesem Fall das Kommunale Immobilien Management (KIM), das für die Vermietung städtischer Räume, also auch der Bürgerhäuser zuständig ist. Mit dem schließt ein Veranstalter einen Mietvertrag. Dabei wird ihm auch die sogenannte Benutzungsordnung ausgehändigt. Das sei auch geschehen, als ein "auswärtiger Veranstalter" die Hochzeit angemeldet habe, sagt Erster Stadtrat Friedrich Schwaab, der für den Eigenbetrieb zuständig ist.

Bei dieser Veranstaltung sind mehrere Dinge aufgefallen. Zunächst müsse man wissen, dass das Albert-Schäfer-Haus aus brandschutztechnischen Gründen nur für Gruppen von bis zu 150 Personen vermietet werde. "Wir wissen es zwar nicht ganz genau, aber wir haben den starken Eindruck, dass es mehr Besucher waren."

Zudem sei es "absolut unschön", dass sich etliche der Gäste spätabends "in Feierlaune auf dem Hof getroffen haben". Doch ist das längst nicht alles. Als am Montagmorgen die ersten Erzieherinnen der Petterweiler Spielgruppe dort eintrafen, "haben sie starken Uringeruch wahrgenommen", sagt Heike Anusic vom geschäftsführenden Vorstand des Trägervereins. Sowohl vor den Räumen der Petterweiler Spielgruppe als auch innen sei die Wand nass gewesen. "Die Leute sind über das Tor gestiegen und haben sich an den Wänden erleichtert." Die empörten Erzieherinnen hätten das sofort dem Hausmeister gemeldet, der habe wiederum das KIM eingeschaltet.

Die Spielgruppe hat auf dem Gelände des Albert-Schäfer-Hauses in der ehemaligen Gaststätte ihr Domizil. Dort werden etwa 14 Kinder von einem bis drei Jahren betreut. Am Montag durften sie trotz des schönen Wetters nicht ins Freie.

Den Fall vom Wochenende habe man im KIM bereits besprochen. Man werde einen Teil der Kaution einbehalten für den Aufwand, den man mit der Reinigung des Geländes der Spielgruppe gehabt habe. "Wir überlegen auch, ob bei größeren Veranstaltungen nicht zwingend ein Hausmeister mitgebucht werden muss." Der könne darauf achten, dass nach 22 Uhr Fenster und Türen geschlossen seien. "Und der könnte auch sonst für Ordnung sorgen."

Am Freitag fand im Rathaus zu den Vorgängen ein Gespräch bei Bürgermeister Guido Rahn statt. Heike Anusic sagte, sie habe dem Bürgermeister die Vorgänge geschildert und ihn gebeten, Maßnahmen zu ergreifen, damit sich diese nicht wiederholen. Eine Konsequenz hat der Erste Stadtrat schon angekündigt: "Wenn sich jemand nicht an die Vorgaben hält, wird an ihn nicht mehr vermietet."

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