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Hohe Auszeichnung

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Von: Jürgen Wagner

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Vorbildliche Initiative: Der Friedberger Hallenbadverein wird mit der »Silbernen Halbkugel« des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz ausgezeichnet. ARCHIV © Nicole Merz

Wetteraukreis (jw). Hohe Auszeichnung für die Macher des Theaters Altes Hallenbad: Das Theater wird mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet. Der Preis in Form einer »Silbernen Halbkugel« wird vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz vergeben, gilt als höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in Deutschland.

Der Preis wird am 7. November in Hamburg verliehen. »Ich bin gerührt und stolz über die Auszeichnung«, sagt Uli Lang, Vorsitzender des Trägervereins.

Die »Silbernen Halbkugeln« werden seit 1979 jährlich an Personengruppen vergeben, die durch ihre Initiative einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Rettung von Gebäuden, Ensembles, Altstadtkernen, Dörfern und archäologischen Denkmälern leisten. Gemeinsam mit dem Theater wird auch der Verein »Generationenhaus Bahnhof Hümme« in Hofgeismar (Kassel) geehrt.

Letzte Arbeiten am Gebäude stehen an

Vor 15 Jahren, im September 2007, machten Uli Lang und Bernd Pollack erstmals die Pläne öffentlich, das »historische Kleinod vor dem Verfall zu retten«. Es folgte eine Reihe von Preisen, Zuschüssen, politischen Entscheidungen und Umbaumaßnahmen. Mittlerweile ist das Alte Hallenbad als Spielstätte für Musikdarbietungen, Kleinkunst und Theater längst etabliert.

Wie Lang sagt, sei für die Juroren des Deutschen Preises für Denkmalschutz die Nutzung des jeweiligen Gebäudes sehr wichtig. »Schon in der Bauphase gab uns der damalige Landesdenkmalpfleger Prof. Gerd Weiß den Tipp, wir sollten schnellstmöglich Leute ins Hallenbad bekommen.«

Gesagt, getan: Schon während der Bauphase gab es Aufführungen, das Publikum konnte und kann noch heute die Baufortschritte miterleben. So gelang die Metamorphose der einstigen Schwimmanstalt zu einem Theater mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.

Ist die »Silberne Halbkugel« auch undotiert, so dürfen sich die Altes-Hallenbad-Macher dennoch aktuell über einen Geldsegen freuen. Wie Lang sagt, erwarte man für Anfang September den Startschuss für einen 3,3-Millionen-Euro-Zuschuss aus einem Bundesprogramm, wobei die Stadt 55 Prozent der Kosten trägt. Es fehle nur noch eine Unterschrift. Ist das Geld auf dem Konto, gehen die Bauarbeiten in ihre letzte Phase: Ein Fahrstuhl wird eingebaut, auf der Galerie werden Sitzgelegenheiten geschaffen, das Bistro wird eingerichtet, alte Fenster werden rekonstruiert. Lang: »Am 1. Januar 2024 feiern wir ein großes Einweihungsfest.«

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