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»Hohe Zahl demokratiefeindlicher Aufmärsche«

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Von: red Redaktion

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Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch (links) und Cornelia Wenk vom Projekt »Demokratie leben!« stellen den Jahresbericht 2022 vor. © pv

Wetteraukreis (red). 2022 hat die »Partnerschaft für Demokratie« vor große Herausforderungen gestellt. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, den Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch (SPD) und Cornelia Wenk vom Projekt »Demokratie leben!« jetzt vorgestellt haben. Denn: Zu den Einschränkungen und Auswirkungen der Corona-Pandemie seien der Krieg in der Ukraine und dessen Folgen dazugekommen.

»Dieser Krieg hat immense Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa durch den hohen Zuzug von geflüchteten Menschen oder die hohe Inflation«, sagt Becker-Bösch. Weitere Herausforderungen seien der Klimawandel oder der Versuch, die Gesellschaft zusammenzuhalten, gewesen. »Diese Probleme führten zu Demonstrationen sowie antidemokratischen und wissenschaftsfeindlichen Aktionen von Organisationen, die die Demokratie gerne abschaffen würden«, sagt Becker-Bösch weiter.

Aufgabe der Koordinierungsstelle »Demokratie leben!« sei es, Organisationen, Vereine und Bündnisse zu beraten, zu unterstützen und zu begleiten, wenn sie sich für den Erhalt der Demokratie, des Grundgesetzes und demokratischer Werte einsetzen. »Das war im vergangenen Jahr wegen der hohen Anzahl an demokratiefeindlichen Aufmärschen im Wetteraukreis vermehrt erforderlich«, bilanziert die Erste Kreisbeigeordnete.

Als Schwerpunktthema habe sich die »Partnerschaft für Demokratie« im vergangenen Jahr dem Thema »Rassismus/Alltagsrassismus« gewidmet, es seien 47 Aktionen gefördert beziehungsweise selbst umgesetzt worden.

Zahlreiche Projekte an Schulen

Die Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit des Trägers RDW und einigen Schul-Fördervereinen sei intensiviert worden, sodass an zahlreichen Schulen Projekte unterstützt worden seien, darunter auch an den Gesamtschulen Konradsdorf und Gedern.

Das Thema »Rassismus« sei während der Demokratiekonferenz (in Form eines Walking-Acts/Straßentheaters) und vom Jugendforum bei zwei Aktionen mit Vorträgen, Workshops und Podiumsgesprächen im Jugendzentrum »Junity« in Friedberg aufgegriffen worden. Im Bereich der politischen Bildung habe es zur Demokratiestärkung Projekte beziehungsweise Workshops des Kreisschülerrats, des Jugendsportkreises, der Antifaschistischen Bildungsinitiative oder der Jugendorganisation der Alevitischen Gemeinde gegeben. Zur Stärkung des demokratischen Miteinanders und der Vielfalt sowie als Extremismusprävention seien unter anderem die Veranstaltung »Ortenberg rockt für Vielfalt« sowie die »Internationalen Begegnungsnachmittage« des Integrationsbeirats Gedern gefördert worden.

»Die Koordinierungsstelle von ›Demokratie leben!‹ nimmt auch in diesem Jahr Ideen, Anregungen, Aktionen und Projektanfragen entgegen, um sie zu fördern«, sagt Becker-Bösch. »Die Vielfalt der Möglichkeiten, sich für unsere Demokratie einzusetzen, gibt jeder Organisation die Gelegenheit, die für ihre Zielgruppe richtige Aktion zu finden.«

Das Projekt »Partnerschaft für Demokratie« wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Zuge des Bundesprogramms »Demokratie leben!« gefördert.

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