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Im Mai soll es warme Küche geben

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Von: Dagmar Bertram

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Vertreter der neuen Pächter, die gemeinnützigen Gesellschaft FAB, besichtigen die Horlofftalhalle mit Bürgermeister Wilfried Mogk. ARCHIVFOTO: LENZ © Myriam Lenz

Echzell (dab). 132 000 Euro - so viel Geld war noch vom letzten Jahr, als sogenannter Haushaltsausgaberest, für die Bürgerhäuser vorgesehen. Für die Sanierung der Horlofftalhalle wird das aber nicht ausreichen. Deshalb haben die Gemeindevertreter nun überplanmäßige Ausgaben von bis zu 376 750 Euro genehmigt.

Über 40 Jahre war die »Horlihalle« dauerhaft verpachtet. »Im Großen Saal wurden zwar energetische Sanierungsmaßnahmen durchgeführt«, erklärt Bürgermeister Wilfried Mogk, »nicht aber in der Küche, in der Gaststätte und im Keller.«

FAB-Kochfabrik soll starten

Diese Bereiche müssen allerdings in Ordnung sein, denn die gemeinnützige Gesellschaft FAB verlagert ihre Großküche samt Catering nach Echzell. Zudem will sie die Gaststätte bewirtschaften, Familienfeiern ermöglichen und die Kegelbahn öffnen. Eigentlich sollte es im März losgehen, doch die Sanierung ist noch nicht abgeschlossen. »Im Mai soll zumindest die Küche funktionieren«, gibt der Bürgermeister als neues Ziel aus.

Bei einer Begehung vor zwei Jahren wurde deutlich, dass einiges erneuert werden muss, »zum Beispiel der elektrische Rauchabzug oder die Notbeleuchtung«, zählt Mogk auf. Ein Konzept wurde erstellt, das schon längst hätte in Angriff genommen werden sollen. Wäre nicht Corona gekommen, was zusammen mit anderen Krankheitsfällen im Bauamt dazu geführt habe, dass diese Arbeiten erst jetzt erledigt werden könnten.

Hinzu kommen aber auch Neuerungen, die durch den Betrieb einer Großküche nötig sind. »Die Anforderungen sind andere als an eine normale Gaststätte«, erläutert Mogk und nennt als Beispiel eine stärkere Elektroleitung. Weil die Stromzuführung über das Trafo-Häuschen schon vorher am Limit gewesen sei, soll auch im Hinblick auf die Landesgartenschau ein stärkerer Trafo für rund 80 000 Euro eingebaut werden. Auch ein neuer Fettabscheider muss her, Kostenpunkt: 60 000 Euro.

Höhere Ausgaben nicht absehbar

»Das war im Herbst bei den Haushaltsberatungen nicht absehbar«, erklärt Mogk. Die höheren Ausgaben seien nötig, um das Haus auf einen modernen technischen Stand zu bringen, die Arbeiten ohne Verzögerung weiterzuführen - und um den Vertrag mit der FAB einzuhalten. Die übrigens ebenfalls investiere, nämlich eine knappe halbe Million.

Die Gemeindevertreter segneten die Mehrkosten, die durch die Rücklage gedeckt sind, ab. Weitere notwendige Maßnahmen zur Sanierung der Horlofftalhalle, die noch nicht kalkuliert sind, sollen in den Haushalt 2023 eingestellt werden. Dafür soll auch ein energetisches Konzept unter Einbeziehung der Landesenergieagentur erstellt werden.

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