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In Altenstadt bleiben weiter viele Tonnen ungeleert am Straßenrand

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In Altenstadt sind viele Einwohnerinnen und Einwohner genervt, denn aktuell funktioniert die Müllabfuhr nicht einwandfrei. Viele Tonnen blieben teils Tage über den Abfuhrtermin hinaus ungeleert am Straßenrand stehen. © Jürgen W. Niehoff

Die Müllabfuhr in Altenstadt ist für viele Bürgerinnen und Bürger derzeit ein Aufreger-Thema. Tonnen werden stark verspätet geleert. Jetzt verhandeln mehrere Kommunen mit dem Entsorger.

Altenstadt (jwn). Die Müllentsorgung in Altenstadt nervt zurzeit viele Bürgerinnen und Bürger. Vielfach werden Tonnen zu spät oder auch gar nicht geleert. Ihrem Unmut machten die Betroffenen immer wieder bei der Gemeindeverwaltung Luft, aber auch kürzlich in dieser Zeitung (KA vom 9. Juni und 18. Juni). Geändert hat sich an der Situation aber offenbar nicht viel, deshalb sucht nun Altenstadts Rathauschef Norbert Syguda mit weiteren Bürgermeistern der Region, die ähnliche Probleme haben, das Gespräch mit dem Entsorgungsunternehmen Remondis.

Zahlreiche Protestanrufe

»Tagelang standen die Mülltonnen jetzt wieder auf der Straße. Es ist nicht nur der hässliche Anblick, der uns stört, es schafft auch Verkehrsprobleme«, beschwert sich der Oberauer Dirk Steding. Die Töpferstraße, in der er wohnt, ist eng und verwinkelt. Zudem bewirkten die in die Straße hineinwachsenden Bäume auch schlechte Sichtverhältnisse, vor allem für Lkw-Fahrer. Laut Steding mieden diese die Straße deswegen oft. Durch die ungeleerten Mülltonnen sieht er zudem ein weiteres Problem: »Da muss man schon gelegentlich Angst um die Schulkinder haben, dass die dann übersehen werden, wenn die Tonnen tagelang die Durchfahrt behindern.«

Es ist aber nicht nur Steding, der den aktuellen Zustand der Müllabfuhr bemängelt. Viele weitere Bürgerinnen und Bürger griffen immer mittlerweile zum Telefon und beschwerten sich im Rathaus, wie die zuständige Verwaltungsmitarbeiterin Jessica Alles erklärt. »Vergangene Woche war es ganz extrem«, erzählt Jessica Alles. Da habe das Telefon gar nicht mehr stillstehen wollen. Der Grund: Die Zusatztermine für die Abholung des Restmülls durch die Firma Remondis. In Oberau und Höchst sollten diese beispielsweise am 20. Juni erfolgen, in der Waldsiedlung und Rodenbach einen Tag später. Aber auch diese Termine verstrichen, ohne dass etwas passierte. Und wieder war es Rathausmitarbeiterin Alles, die den Ärger der Bürger zu spüren bekam. »Monatelang ist alles gut gegangen. Und jetzt plötzlich hakt es an allen Ecken und Enden«, hat die Verwaltungsmitarbeiterin Verständnis für die Reaktionen der Betroffenen.

Gespräche mit dem Entsorger

Natürlich habe sie sich sofort wieder mit dem Abfallentsorger in Verbindung gesetzt und von diesem Aufklärung beziehungsweise die ordnungsgemäße Entsorgung gefordert. Auch Bürgermeister Norbert Syguda schaltete sich erneut ein. Ihm ist der dauernde Ärger mit der Müllabfuhr genauso ein Dorn im Auge, wie den Bürgerinnen und Bürgern. Da die Gespräche mit Remondis aber noch liefen, könne er dazu noch kein Ergebnis vermelden. Die als Ursachen genannten Probleme des Entsorgungsunternehmens seien seit Wochen die gleichen: krankheitsbedingte Personalausfälle, keinerlei Reaktionen auf Stellenausschreibungen und Ausfälle bei Fahrzeugen.

Betroffene Einwohner sehen aber nicht gänzlich den Müllentsorger verantwortlich für die Misere, sondern zu einem Teil auch die Gemeinde. Diese habe mit Remondis nie einen eigenen Vertrag geschlossen. Als das Unternehmen im November 2020 den vorherigen Entsorger Gittner samt aller Kunden übernommen habe, hätte die Gemeinde den Vertrag modifizieren und an die aktuellen Gegebenheiten anpassen können, glauben die Betroffenen. Diese Möglichkeit sei damals nicht ergriffen worden. Das gelte aber wohl auch für andere Kommunen, die von der Übernahme durch Remondis betroffen waren. Jetzt führten auch diese Gemeinden Gespräche, um gemeinsam eine Änderung der Lage herbeizuführen. »Denn das Wichtigste ist, dass wir wieder eine gut funktionierende Müllentsorgung in unserer Gemeinde haben«, gibt Jessica Alles das klare Ziel für die Zukunft aus.

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