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In der Erlebniswelt des Schreinerhandwerks

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FW-Stadtverordneter Denis Wirsig bestaunt das Gesellenstück, ein TV-Board mit TV-Lift und versteckten Kabeln. © Red

Karben (pm). Mit einem Tag der offenen Schreinerei anlässlich des 25-jährigen Jubiläums präsentierte sich die Schreinerei Girschikofsky der Öffentlichkeit.

Zahlreiche Gäste waren gekommen, um zu gratulieren und zu staunen. Darunter auch Gäste aus der Kommunalpolitik. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Möglichkeit, die Schreinerwerkstatt hautnah zu erleben und an Aktionen teilzunehmen - vom Baumstamm bis zum fertigen Möbel.

Eintauchen in die Erlebniswelt des Schreinerhandwerks: Man konnte alles erfahren zur Herstellung und Restauration von Massivholzmöbeln. Auch kann man das eigene Wunschmöbel designen.

Gesellenstück:

Board mit TV-Lift

So hat der Auszubildende Maximilian Kraut sein Gesellenstück - eine beindruckende Kommode mit versteckten Scharnieren und verglastem beleuchteten Mittelteil - vorgestellt. Ein TV-Board mit elektrischem TV-Lift: »Da ich gerne die ganzen Kabel verstecken möchte, habe ich einen Kabeldurchlass eingeplant und auch die Rückwand vorgezogen, so dass hinter der Rückwand noch Platz bis zum Korpusende ist. Auf dem Korpusdeckel ist ebenfalls ein Kabeldurchlass, sodass ich es mit meinem Fernseher verbinden kann«, erklärt Maximilian Kraut sein Gesellenstück den beiden FW-Stadtverordneten Laura Macho und Denis Wirsig. Dieser staunte nicht schlecht, als der angehende Schreiner per Fernbedienung den unsichtbar verkabeltem TV hinter der doppelten Rückwand versenkte.

»Wir wollen mit den Menschen in den Betrieben vor Ort in direkten Kontakt treten«, sagt Laura Macho (FW). Die Auftragslage ist gut, aber Mangel an Fachkräften und Materialengpässe, zu hohe Energiepreise und wuchernde Bürokratie belasten viele mittelständische Betriebe. Viele Handwerksbetriebe suchen Mitarbeitende. Bei den Arbeitsagenturen sind nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks derzeit 150 000 offene Stellen gemeldet. »Dabei sind wir vom dringend benötigten Wohnungsbau bis zur Umsetzung der Energiewende auf das Handwerk angewiesen«, heiße es von offizieller Stelle.

Familiengeführte Handwerksbetriebe

Damit traditionelle Handwerksberufe eine Zukunft haben, müssten die meist familiengeführten Unternehmen direkt bei der Ausbildung und Mitarbeiterwerbung gestärkt werden.

Macho weiter: »Schüler und Jugendliche aller Schularten müssen wieder mehr mit den innovativen und hochmodernen Handwerksberufen in Kontakt kommen. Denn: hier finden viele ihren Traumberuf und eine sichere Existenz. Ohne Handwerk keine Zukunft.« (Infos unter: #HandwerkHatGoldenenBoden.)

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Maximilian Kraut erläutert die Pläne für sein TV-Board. © Red

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