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In Niddas Straßen: Handwerk zum Anfassen

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myl_HWStdieDanzeLiut_110_4c © Elfriede Maresch

Der 10. Handwerkerschautag war ein Erfolg, die Resonanz überwältigend. Besucher aus der ganzen Region kamen nach Nidda. Handwerk, Einzelhandel und Hilfskräfte sorgten für Kurzweil.

Die Resonanz ist überwältigend!« Martin Röhling, stellvertretender Vorsitzender des Gewerbevereins, der mit den Vorständen Selda Kayatuz und Lydia Pracht-Ewig den Handwerkerschautag organisiert hatte, holte erst einmal tief Luft. Wohin er schaute - überall wimmelte es von Besuchern aus der ganzen Region. Das Wetter spielte mit, wenn es auch für die Anbieter in den Ständen stehend recht kalt geworden sein mag.

Es war eine schöne Idee, die Präsentation von Handwerk und Einzelhandel mit dem Schwerpunkt »Tag der Hilfsdienste« zu verbinden. So waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus den Ortsteilen und der Kernstadt präsent, hatten ihr Fahrzeug direkt neben dem Wagen des DRK Nidda geparkt, wie sie denn auch bei Großveranstaltungen, bei Übungen und mehr zusammenarbeiten. Auch die Niddaer DLRG-Gruppe und die Rettungshundestaffel Wetterau waren vertreten.

Leckere Schwerter aus Hefeteig

Am Stand der Bäckerei Rank waren historisch gerüstete Mitglieder der Schwertkampfgruppe aus dem Dachverband »Eisenliga« und die Bäckerei hatte stilecht mitgezogen. Es gab »Schwerter« zu kaufen, allerdings aus knusprig gebackenem Hefeteig, und die Kunden entschieden selbst, was sie dafür geben wollten. Der Erlös ging komplett an den neuen Verein »Nidda hilft!« als ein Zeichen der Anteilnahme und Hilfe, denn etliche der Arm- und Beinschienen stammen von ukrainischen Waffenschmieden.

Auch der Aspekt »Schlemmen & Shoppen« war bei demHandwerkerschautag nicht vergessen. Die fleißigen »Ilfer Narren« hatten 30 Kilogramm Äpfel zu Apfelbrei verarbeitet, dazu einen Zentner Kartoffeln geschält und gerieben und die knusprig-goldbraunen Kartoffelpuffer gingen reißend weg. Das gab Kraft für den daneben stehenden Hau den Lukas! Man könnte von einem »Regional-Scharaffenland« sprechen. Der MSC Nidda verkaufte Getränke und Deftiges vom Grill, das von der Landwirtschaftlichen Direktvermarktung der Wallernhäuser Familie Sattler stammte. Honig und Met hatte das Niddaer »Biene Maadche« und die Bio-Imkerei Teichmann aus Hirzenhain mitgebracht. Neben einem echten Glücksrad mit kulinarischen Gewinnen drehte sich bei der Metzgerei Fischer auch ein Rad mit knusprigen Würsten.

Kulturelles fehlte nicht: Die »Danze Liut« um Inge Schneider in ihrem Outfit von einst zogen durch die Straßen und zeigten historische Tänze. In langen Schleppenkleidern spielten auch die drei Drehleiermädchen, die Kontakt zum Musikinstrumentenmuseum Lißberg haben.

Selbst den Meißel in die Hand nehmen

Eine Besonderheit dieses Marktes: Hier gab es wahrhaftig Handwerk zum Anfassen und zum Erleben. »Die Meißel sind aber schwer und man spürt’s richtig im Handgelenk«, - die Mädchen, die am Stand des Steinmetzbetriebes Röhling die Arbeit am Stein ausprobierten, müssen noch Kondition aufbauen.

Einmal Baggerführer sein: Eine Warteschlange gab es bei Volker Hauf aus Unter-Schmitten, der Service rund ums Haus anbietet. Kinder durften zu ihm in das Fahrzeug klettern und Kies schaufeln, während Hauf die Steuerung bediente. Pegasus Veranstaltungstechnik hatte eine Hüpfburg aufgebaut.

Bei »Classic und Sports Cars«, wo Oldtimer fachkundig überholt werden, durften Kinder auf Blechen hämmern und bekamen Hilfe, wenn kleine Schalen entstehen sollten. Frühjahrskur für die Wohnung mit ansprechenden Textilien und Teppichböden, Sonnen- und Insektenschutz noch dazu? Da waren Interessierte bei der Firma Schneider Raumausstattung richtig. Überraschenderweise gab es bei Metallbau Kockert jetzt eine besondere Verbindung zwischen Glas und Metall, nämlich mittels reizvollem Modeschmuck.

Bunte bemalte Eier, Dekoratives für Ostern war im Heimatmuseum zu finden, das ebenso wie das Feuerwehrmuseum geöffnet hatte. Verspieltes um Osterhase und Co. gab es aber an etlichen Kreativständen, etwa bei »Zauberfee« Simone Velten und bei »Butterfly« Bianka Meier. Handgefertigt von Claudia Kurth, die selbst Reiterin und Pferdehalterin ist, sind die Trensen, Zügel, Halsbänder und Leinen bei CFK Handwerk - Zubehör für Hund und Pferd.

Mit einer Spendenaktion für Werkzeug, das an das Ausbildungszentrum Bauwirtschaft und an die Berufsschule Nidda weitergegeben wird, knüpft der Gewerbeverein an seine Ursprünge an: 1875 gegründet war das ursprüngliche Ziel, die schulische Ausbildung der Handwerkslehrlinge auszubauen und zu fördern.

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myl_Handwerkerschautag_1_4c_1 © Elfriede Maresch
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myl_HWSTDieUnentbehrlich_4c © Elfriede Maresch

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