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Fall Ayleen: Tatverdächtiger gesteht Tötung der 14-Jährigen

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Von: Niklas Hecht

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Teufelsee
Die Leiche der 14-jährigen Ayleen wurde an einem kleinen See in einem Naturschutzgebiet der Wetterau nördlich von Frankfurt am Main gefunden. © Frank Rumpenhorst/dpa

Nach mehrstündiger Vernehmung gesteht der 29-jährige Tatverdächtige aus Hessen im Fall Ayleen die Tötung der 14-Jährigen.

Gießen/Echzell - Nach wochenlangen Ermittlungen sind die Ermittler im Fall der getöteten 14-jährigen Ayleen einen entscheidenden Schritt weiter: Der Tatverdächtige hat den Mord an der Schülerin aus Südbaden gestanden. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am heutigen Dienstag (6. September) in Gießen mit. Demnach sei dem Geständnis, das der 29 Jahre alte Mann aus dem Lahn-Dill-Kreis am Freitag abgegeben habe, eine mehrstündige Vernehmung vorausgegangen.

Er habe im Beisein seiner Verteidiger zugegeben, den Tod der Schülerin in der Nacht auf den 22. Juli „durch körperliche Gewalteinwirkung herbeigeführt und den Leichnam anschließend im Teufelsee bei Echzell (Wetteraukreis) versenkt zu haben“, hieß es.

Fall Ayleen: Tatverdacht hatte sich schnell gegen den nun geständigen 29-Jährigen gerichtet

In den vergangenen Wochen hatte die Polizei den Teufelsee bei Weckesheim im südhessischen Wetteraukreis immer wieder auf neue Hinweise abgesucht. Die Leiche der 14-jährige Ayleen aus Baden-Württemberg war am 4. August am See zwischen Echzell und Reichelsheim gefunden worden. Schon kurz nach dem Verschwinden der Schülerin am 27. Juli hatte sich der dringende Tatverdacht gegen den nun geständigen 29-Jährigen aus Waldsolms (Lahn-Dill-Kreis) gerichtet.

Der Verdacht gründete sich insbesondere auf Ergebnisse der Handy- und Funkzellendatenauswertungen sowie dem Auffinden von persönlichen Gegenständen der Verstorbenen in der Wohnung des Beschuldigten.

Gegen den 29-jährigen Tatverdächtigen im Fall Ayleen wurden mehrere Anzeigen erstattet

Bereits vor dem Verschwinden der Schülerin aus dem Raum Freiburg wurden gegen den 29-Jährigen mehrere Anzeigen erstattet. Demnach soll der Verdächtige im März eine Jugendliche während einer Zugfahrt „unsittlich am Gesäß“ berührt haben. Zudem wurde angezeigt, dass der 29-Jährige im April eine Jugendliche „an der Hüfte gepackt“ habe und versucht haben soll, „sie zu sich heranzuziehen“. Bereits war eine Anzeige aus der Wetterau bekanntgeworden.

Den Ermittlern zufolge war der Mann als Jugendlicher für zehn Jahre wegen eines versuchten Sexualdelikts in ein psychiatrisches Krankenhaus gekommen und stand nach seiner Entlassung unter Führungsaufsicht. Diese lief im Januar aus. (Niklas Hecht)

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