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Jagdgenossen vor Führungswechsel

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Von: Hans-Dieter Stehr

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Verabschiedung aus dem Vorstand der Jagdgenossenschaft (v.l.): Bürgermeister Erich Spamer, Walter Nowak, Reinhard Türk, Rechnerin Regina Schulz, Gerhard Misar und Hans-Peter Henrich, der die Geschäftsführung übernommen hat. © Hans-Dieter Stehr

Büdingen (hr). Die Pandemie schlug ins Kontor der Büdinger Jagdgenossenschaft. Seit 2018 fanden keine Vorstandssitzungen und keine Jahreshauptversammlungen mehr statt. Entsprechend umfangreich war die Tagesordnung der Genossenschaftsversammlung, die jetzt in der Wolfgang-Konrad-Halle in Lorbach stattfand. Dabei fungierte Bürgermeister Erich Spamer zum letzten Mal als Vorsitzender der Jagdgenossen.

Er wird die Amtsgeschäfte noch bis zur Einführung seines Nachfolgers Benjamin Harris führen, der dann auch neuer Vorsitzender der Jagdgenossenschaft werden soll.

Angliederung von Jagdbezirken

Die Geschäfts- und Kassenberichte der Jahre 2018 bis 2021 trug Rechnerin Regina Schulz vor. Wichtiger Bestandteil war die Neuregelung von Jagdangliederungsverträgen, die von der Unteren Jagdbehörde für nichtig erklärt wurden. Mittlerweile sind die Angliederungsflächen Christinenhof, Orleshäuser Straße 1 und 2 und Seemenbachgrund geklärt. Die Fläche an der Orleshäuser Straße wurden dem Revier Büdingen 1 zugeschlagen. Die Angliederungsjagdbezirke Christinenhof und Seemenbachgrund werden neu gestaltet. Dazu ist die Gründung von Angliederungsgenossenschaften notwendig und es sind mit der Jagdgenossenschaft Büdingen insgesamt drei Jagdkataster beantragt. Einstimmig wurde beschlossen, dass die Jagdgenossenschaft Büdingen die Amtsgeschäfte der Angliederungsgenossenschaften Christinenhof und Seemenbachgrund übernimmt. Im weiteren Verlauf wurde bekannt gegeben, dass Hans-Peter Henrich die Geschäftsführung der Jagdgenossenschaft fortführen wird.

Nachfolger soll Harris werden

Ein letztes Mal bestätigte die Versammlung Bürgermeister Erich Spamer als Vorsitzenden im Amt. Im April soll der neue Bürgermeister Benjamin Harris zum Nachfolger gewählt werden. Stellvertreter sind Ludwig Nagel und Dennis Jüngling. Die Versammlung bestätigte Rechnerin Regina Schulz und Schriftführer Hans-Peter Henrich. Aus dem Vorstand verabschiedeten die Jagdgenossen Walter Nowak und Gerhard Misar (beide Dudenrod) sowie Reinhard Türck (Orleshausen). Nach der Neuwahl des Genossenschaftsausschusses gehören dem Gremium jetzt Burkhard Gutmann, Mathias Mäser und Gustav Schmück an. Zu Stellvertretern wählte die Versammlung Peter Schmück und Burkhard Pracht.

Einem Antrag der Jagdpächter der Jagdbögen I bis III auf Verlängerung der 2022 auslaufenden Jagdpachtverträge um weitere zehn Jahre stimmte die Versammlung zu. Außerdem gab Bürgermeister Erich Spamer bekannt, dass das Jagdkataster der Jagdgenossenschaft in diesem Jahr in Auftrag gegeben wird.

In einem Antrag der Stadt Büdingen zur Vermeidung von Wildschäden im Wald verpflichten sich die Jagdpächter, das wiederkäuende Schalenwild, also Dam- und Rehwild, vorrangig zu bejagen und Einzelschutzvorrichtungen auf ihre Funktion zu überprüfen. Hessen Forst wird außerdem auf Trakt- und Weiserflächen die Verbiss- und Fegeschäden feststellen.

Geld für Feldwegebau

Bei der Verwendung der Jagderträge wurden der Stadt Büdingen im Jagdjahr 2018/2019 25 000 Euro für den Feldwegebau bereitgestellt. Das Geld wurde für den Feldwegebau - Luxbrücke (15 000 Euro) und Kreuzgrund (10 000 Euro) - eingesetzt, die bereits durchgeführt sind. Weitere 1000 Euro kommen der Biotopvernetzung im Revier Büdingen 1 zugute.

Am Ende der Genossenschaftsversammlung wurden der neue Haushaltsplan 2021/2022 und die Auszahlung des Jagdreinertrages für bundeseigene Flächen genehmigt.

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