Jahresrückblick

Das war das Jahr 2016 in der Wetterau

Starkregen überflutet die Kreuzung Ritterstraße/Friedrich-Ebert-Straße – die Feuerwehr ist mit über 20 Mann ausgerückt, öffnet Gullys und pumpt Wasser ab. Trotzdem laufen Keller und Autos voll, auch der Waldspielplatz am Ritterweiher und viele der am Wald gelegenen Schrebergärten sind betroffen.

Starker Regen flutet Straßen und Autos in Bad Vilbel

Bad Vilbel. Fassungslosigkeit in Bad Vilbel: Nach mehreren heftigen Schauern im Juni stehen Straßenzüge teils wadentief unter Wasser. Keller laufen voll, Vorgärten und auch die Kleingartenanlage am Hainwinkel werden geflutet. Die Feuerwehr hat alle Hände voll zu tun.

Starkregen überflutet die Kreuzung Ritterstraße/Friedrich-Ebert-Straße – die Feuerwehr ist mit über 20 Mann ausgerückt, öffnet Gullys und pumpt Wasser ab. Trotzdem laufen Keller und Autos voll, auch der Waldspielplatz am Ritterweiher und viele der am Wald gelegenen Schrebergärten sind betroffen.

„Das Wasser kam vom Wald herunter“, berichtet Einsatzleiter Mario Migdalski von der Bad Vilbeler Feuerwehr. Die Erde sei vom Regen der vorherigen Tage so gesättigt, dass sie kein Wasser mehr hätte aufnehmen können. Um das Abfließen zu erleichtern, haben die Brandbekämpfer sogar die Schutzgitter am Wasserzulauf zum Ritterweiher entfernt – damit Dreck und Geäst das Rohr nicht verstopfen.

Nur eine Woche später kommt der nächste Starkregen. „Diesmal war es richtig knapp“, schildert Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll den Einsatz, der ihm und seinen Kameraden körperlichen Einsatz bis zur Grenze der Leistungsfähigkeit abverlangte. Denn an insgesamt 22 Einsatzstellen müssen die freiwilligen Kräfte zupacken. Haupteinsatzgebiet ist erneut das Gebiet am Ritterweiher. Wahre Sturzbäche drohten dort über den Bereich „Totenwiese“ und Spielplatz am Ritterweiher bis in die Bebauung in der Ritterstraße und Friedrich-Ebert-Straße zu gelangen. Mehrere hundert Sandsäcke leiten die Flut in den Ritterweiher um. Sie sind aber dem Wasserdruck nicht gewachsen, die provisorischen Dämme drohen zusammenzubrechen – weitere Sandsäcke werden aus Friedberg gebracht, um auch den Bereich rund um das Hexenloch schützen zu können.

Hilfe kommt in dieser bedrohlichen Situation auch aus Frankfurt-Höchst. Denn die Werksfeuerwehr des Unternehmens Infraserv hilft mit einer in Frankfurt entwickelten Technik aus: Aquariwa heißt das Produkt, das aus einer miteinander verbundenen Kette von Tonnen besteht. 133 dieser Tonnen bauen die Kameraden zusammen, mit einer Schutzhöhe von bis zu einem Meter. „Es war eine knappe Sache, doch jetzt ist die Situation erst einmal stabil“, freut sich Moll über den Erfolg des Einsatzes.

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