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Jazz wird feste Größe im »Aha«

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Von: Sabine Bornemann

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Melodiöser Jazz zum Auftakt: Das Edgar-Knecht-Trio wird am Freitag das aktuelle Album »Personal Seasons« beim Konzert im Alten Hallenbad präsentieren. © pv

Jazz-Liebhaber können ihre Lieblingsmusik jetzt wieder regelmäßig im Theater Altes Hallenbad in Friedberg hören. Der Jazz wird zur festen Größe in der Programmplanung. Auch wenn wegen den bevorstehenden Baumaßnahmen im Sommer anders geplant werden muss, hat sich Ulrich Fey selbst seiner Lieblingsmusik angenommen und das Auftaktkonzert für Freitag geplant.

Eine Herzensangelegenheit.

Obwohl es im Alten Hallenbad wegen der geplanten Bauarbeiten ab Sommer merklich anders werden wird, gibt es jetzt etwas Neues zu vermelden: Jazz wird endlich wieder fester Bestandteil im Programm des »Aha«. Das hat das ehrenamtliche Team des Friedberger Theaters Pressesprecher Ulrich Fey zu verdanken. Denn er liebt Jazz und kann seine Leidenschaft nun für die Programmplanung nutzen.

»Was viele nicht wissen ist, dass jeder Ehrenamtliche in unserem Team sich um eine Sparte kümmert und diese betreut«, sagt Fey. Also Klassik, Oper, Liedermacher, Weltmusik oder Lesungen. Sonst würde das zeitlich nicht funktionieren, da der Großteil der Ehrenamtlichen voll berufstätig ist. Als Fey die Position des Pressesprechers übernahm, fiel ihm auf, dass es keine festen Termine für Jazzkonzerte gibt, keiner sich um diese Sparte kümmerte beziehungsweise zeitlich kümmern konnte.

Junge Musiker sollen auftreten

»Der Jazz hat im Alten Hallenbad gefehlt.« Da er selbst großer Jazzliebhaber ist, nahm er sich dessen an. Und seine private Faszination hat zu einem für ihn speziellen Auftaktkonzert geführt, das er für Freitag, 13. Mai, geplant hat. Dann ist das erste Konzert in Sachen Jazz im Alten Hallenbad vorgesehen.

Fey hat das Edgar-Knecht-Trio engagiert, auf das er vor Jahren aufmerksam wurde. »Eine E-Mail und ein paar Verhandlungsgespräche später war klar: Das Trio wird auftreten. »Es ist sehr feiner und melodiöser Jazz«, charakterisiert Fey die Musik. Die Musiker werden am Freitag ihr Album »Personal Seasons« präsentieren. Dem Edgar-Knecht-Trio sollen noch andere Formationen folgen. Zum Beispiel das Roland-Batik-Trio oder das Klassik-Jazz-Trio, das mit Cello, Bratsche und Geigen Jazz spielen wird. Auch ein Ensemble mit indischer Gitarre wird dabei sein.

Es gäbe, sagt Fey, so viele Trios und Quartette, die hochwertigen Jazz spielen, das wolle er dem Friedberger Publikum unbedingt wieder bieten. Denn bisher gab es immer nur vereinzelt und ab und an Jazzkonzerte im Alten Hallenbad.

Um das zu ändern, ist Fey auf eine weitere Idee gekommen: Den Jazz »verjüngen« und damit auch jüngeres Publikum ansprechen. Dazu möchte er den Kontakt zur Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt sowie zum Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt suchen. Dort gibt es jeweils eine Jazz-Abteilung mit »hochtalentierten, internationalen Musikstudenten«, wie Fey weiß. Diese geben dort regelmäßig Konzerte. Und die möchte er auch fürs Alte Hallenbad anfragen. So würde junge Musiker eine zusätzliche Plattform bekommen und das Publikum hochwertigen Jazz hören.

Neue Locations während Bauphase

Fey und die anderen Ehrenamtlichen planen zuversichtlich weiter am Programm, obwohl sich ab dem Spätsommer viel ändern wird. Das Alte Hallenbad wird wegen der lange anstehenden Bauarbeiten für ungefähr ein Jahr schließen. Veranstaltungen wird es dennoch geben. In »Ausweichquartieren« in Friedberg. Im Central Studio oder im Kesselhaus, vielleicht auch in einer Schule. Beim Central Studio gebe es zwar ein kleines Klavier, aber keinen Flügel. Ins Kesselhaus passen lediglich 30 bis 40 Personen. Fest mit Räumlichkeiten in Schulen zu planen, sei auf Dauer auch sehr unsicher, da Aulen oder Hallen manchmal kurzfris- tig benötigt würden, erklärt Fey. Es wird eine Zeit der Umplanungen und eine Zeit des kleinen Programms werden. »Wir möchten trotz der Bauarbeiten und der vorübergehenden Schließung kulturell weitermachen und den Menschen ein möglichst vielfältiges Programm bieten«, hofft Fey.

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Ulrich Fey Pressesprecher © Sabine Bornemann

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