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Jetzt ist Verantwortung gefragt

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Von: red Redaktion

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Stadtwerke-Mitarbeiter Volkhard Simon misst den Pegelstand des Brunnens Krebsbachtal zwischen Calbach und Eckartshausen mit einem Lichtlot. Noch geben die Wasserstände keinen Anlass zur Besorgnis. Das könnte sich beim anhaltend warmen Sommerwetter aber schnell ändern. © pv

Büdingen (red). Die langanhaltende Trockenheit und die Wetterprognose für diese Woche stellen manchen Wasserversorger auf die Probe. Denn mit den Temperaturen steigt auch der Wasserverbrauch. Vor allem Rasen- und Gartenbewässerung sowie das Befüllen privater Pools führt zu Verbrauchsspitzen, die gerne mal das Doppelte, in einzelnen Stunden sogar das Vier- bis Fünffache des durchschnittlichen Wasserbedarfs betragen können.

Die Büdinger Stadtwerke und der Magistrat rufen Bürgerinnen und Bürger deshalb zum sorgsamen Umgang mit dem Trinkwasser auf.

Noch keine

Notlage

»Aktuell geben unsere Brunnenwasserstände keinen Anlass zur Sorge«, beruhigt Jochen Heyermann, Betriebsleiter für die Wasserversorgung bei den Stadtwerken Büdingen. »Die Pegel haben sich im Winter und Frühjahr gut erholt. Auch die Temperaturen im Frühsommer waren moderat, so dass wir aktuell in Büdingen keinen Wassernotstand befürchten.« Dennoch setzt große Hitze, schlimmstenfalls über mehrere Wochen, die Wasserversorgung unter Stress. Vor allem in Stadtteilen mit kleinen Wasser-Hochbehältern spürt man die Verbrauchserhöhungen beispielsweise in den Abendstunden, wenn sich reihenweise die Rasensprenger einschalten. Die Pumpen in den Brunnen liefen dann auf Hochtouren, um das Wasser aus dem Grundwasser nachzuliefern.

»Wir beobachten die täglichen Entwicklungen sehr engmaschig«, berichtet der zuständige Netzmeister Fredi Köhler. »Sinken die Behälterstände unter einen Grenzwert, erfolgt sofort eine Meldung an den Bereitschaftsdienst, der dann weitere Maßnahmen einleitet. Schließlich müssen wir ein Leerlaufen der Behälter vermeiden und die Löschwasserbevorratung sicherstellen.«

Problem

Rasensprenger

Um an diesen Tagen und auch im weiteren Verlauf des Sommers nicht doch einmal in Bedrängnis zu geraten, rufen die Stadtwerke ihre Kunden zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Trinkwasser auf. Diesem Appell schließt sich der Magistrat der Stadt Büdingen an. Bürgermeister Benjamin Harris ist sich der Verantwortung der Stadtwerke und der Stadt für eine sichere Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser bewusst. »Gerade die Stadt muss hier mit gutem Beispiel vorangehen. Wir reduzieren die Bewässerung öffentlicher Grünanlagen auf ein absolutes Mindestmaß.«, sagt er. »Auch sensibilisieren wir die Sportvereine und fordern sie auf, das Bewässern ihrer Rasenplätze im Rahmen des Vertretbaren einzuschränken.«

Gerade Rasensprengen verbrauche viel Wasser. Rund 1000 Liter liefen je Stunde durch einen handelsüblichen Rasensprenger. Je nach Bauart und Wasserdruck auch mal etwas weniger oder mehr. Eine Menge, die dem Achtfachen des durchschnittlichen Tagesverbrauchs einer Person entspricht. Das heißt statt eine Stunde Rasen zu bewässern könnte man acht Tage lang Duschen, Wäschewaschen, Hausputzen, auf Toilette gehen und vieles andere mehr. Oder ein Jahr lang täglich drei Liter Leitungswasser trinken.

Neben allgemeinen Tipps zum Wassersparen im Haushalt empfehlen die Fachleute, Pflanzen und Rasen in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu wässern. In dieser Zeit verdunstet weniger Wasser und es kommt mehr im Boden und bei den Wurzeln an. Soweit vorhanden, sollte man bei der Gartenbewässerung auf Regenwasser aus Zisternen oder Regentonnen zurückgreifen. Grundsätzlich gilt: So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich! Auf das Befüllen privater Pools oder das Waschen von Autos sollte man bei den erwarteten hohen Temperaturen nach Möglichkeit ganz verzichten.

Weitere Anregungen zum Wassersparen geben es auf der Homepage www-stadtwerke-buedingen.de.

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