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Jetzt reicht’s mit Krise!

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Von: red Redaktion

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Geht es Ihnen in letzter Zeit auch so? Ich schalte das Radio ein: Energiekrise. Ich stehe im Supermarkt: Inflationskrise. Ich schalte die Nachrichten ein: im Winter vermutlich wieder Corona-Krise. Klimakrise, humanitäre Krisen… Krisen, Krisen, Krisen. Seit zwei Jahren nichts als Krisen.

Eigentlich will ich doch nur einmal meine Ruhe haben, mich nicht sorgen müssen, mich nicht darum streiten müssen, ob meine Existenz, meine Lebensweise gleich den ganzen Planeten ins Verderben reißt oder nicht. Ruhe und Frieden, das ist es doch was wir wollen.

Keine Konflikte mehr, die wir eh nicht lösen können. Konflikte, die, wenn wir ehrlich sind, uns doch sowieso schon längst aus der Hand geglitten sind. Als Opfer dieser Krisen haben wir es doch zumindest einmal verdient einen Tag Ruhe und Frieden genießen zu dürfen. Sollen doch endlich andere einmal vortreten und die ganzen Probleme lösen.

Vielleicht rauschte dieser oder ein ähnlicher Gedanke auch durch Ihren Kopf? Dann kann ich Sie beruhigen. Sie sind nicht allein.

Einer, dem solche Gedanken ebenfalls durch den Kopf gegangen sind, ist Jesus. Als er in der Nacht vor seiner Kreuzigung im Garten Gethsemane auf die Knie gegangen ist und gebetet hat, war er alles andere als Feuer und Flamme für seine Mission. Ganz im Gegenteil: Er wollte nicht sterben! Er wollte die Bürde nicht tragen, die Gott ihm auferlegt hatte. Nicht immer wieder neben seinen Freunden aufwachen und ahnen, dass sein Leben bald vorbei sein würde. Kurzum: Wie uns hatte auch Jesus keine Lust auf den ständigen Krisenmodus, keine Lust auf die ständige Angst vor dem Kreuz. Auch er wollte lieber diese Bürde jemand anderem aufhängen. »Wenn es möglich ist, lasse diesen Kelch an mir vorübergehen« (Mt 26, 39).

Ja, auch der Sohn Gottes hatte mal Angst vor dem was ihn erwarten wird. Doch am Ende überwiegte das Vertrauen, dass Gott ihn nicht allein lassen wird. Und die Erkenntnis, dass Gott Jesus diesen Kelch anvertraut hat, weil er allein in der Lage ist, aus dieser Krise eine Hoffnung wachsen zu lassen, von der wir alle profitieren.

Diese Hoffnung soll uns auch in diesen Krisen begleiten. Sie will uns dazu animieren, tätig zu werden, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und die Sorgen diktieren zu lassen, wie unsere Zukunft aussehen wird, sondern aktiv am Geschehen mitzuwirken.

Gemeinsam wollen wir daher der Krise sagen: Jetzt reicht’s mit Krise! Nicht die Krise bestimmt, wie die Zukunft gestaltet wird, sondern wir! So wie Jesus mit Gott als Rückenstärkung seiner Krise begegnet ist, wollen wir auch unseren Krisen ins Gesicht sehen und tun, was wir können, um die Bürde der Inflation, der Energiekrise, der Klimakrise usw. zu mildern.

Dabei kann es schon helfen, wenn wir bewusst Energie sparen, dort auf das Auto verzichten, wo es möglich ist, oder die Heizung hin und wieder herunterdrehen, um den Gasverbrauch zu senken.

Jede Anstrengung zählt! Haben Sie also ruhig Mut und sagen auch Sie der Krise einmal deutlich: Jetzt reicht’s!

Und wenn Ihnen die Krisenlage doch über den Kopf zu wachsen droht, dann denken Sie immer daran: Sie sind nicht allein!

Uns alle hat Gott aufgerufen für unsere Nächsten und die Schöpfung zu sorgen. Also lassen Sie uns auch alle gemeinsam in die Hände spucken und dafür sorgen, dass auch am Ende dieses Krisentunnels das Licht Gottes scheinen kann!

PS: Tipps zum Energiesparen, sind unter dieser Internetadresse zu finden: https:// www.ekhn.de/aktuell/detailmagazin/news/aus-verantwortung-energie-sparen.html.

Leroy Pfannkuchen ist Vikar der evangelischen Kirchengemeinde Langen-Bergheim/Hammersbach

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