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Johannes Scherer moderiert am heiligen Abend bei FFH

Hit Radio FFH an Heiligabend

Johannes Scherer ist der neue Weihnachtsmoderator auf FFH

Dreißig Jahre moderierte Hans Dieter Hillmoth auf FFH an Heiligabend. Jetzt ist er in Rente und sein Nachfolger ist klar: Johannes Scherer wird an Weihnachten im Studio stehen,

Bad Vilbel - Dreißig Jahre lang saß FFH-Chef Hans Dieter Hillmoth am Heiligen Abend hinterm Mikrofon und moderierte durch bis in die Heilige Nacht. Nun ist er in diesem Jahr in den Ruhestand gegangen. Die Stelle des Weihnachtsmoderators am 24. Dezember war also vakant. Aber nicht lange. Da meldete sich Moderator und Comedian Johannes Scherer.

"Ich wusste, dass jemand gesucht wurde, habe die Hand gehoben und gesagt, dass ich das machen würde." So einfach geht das. Also sind die nächsten drei Jahrzehnte FFH-Radio am Heiligen Abend gerettet. "Ob ich das auch 30 Jahre lang machen werde, das weiß ich jetzt noch nicht."

Hit Radio FFH an Weihnachten: Johannes Scherer steht im Studio

Für Scherer war es dieses Mal eine Herzensangelegenheit, "weil das die bestmögliche Art ist, meinen Heiligen Abend zu verbringen". Sonst habe er diesen Tag stets mit demselben Ritual begangen: "Christmette, Würstchen mit Kartoffelsalat, Bescherung und Mon Cherie bis zur Besinnungslosigkeit. Das heißt immer mit Mama und Papa." Doch das hat sich geändert. "Ich habe dieses Jahr kurz hintereinander beide verloren. Erst meinen Vater und dann wenige Wochen später meine Mutter." Ihm war danach klar: "Alles, was du dieses Jahr am Heiligen Abend machst, wird ganz furchtbar." Deshalb sei die einzige Chance, es erträglicher zu machen, das Fest der Liebe mit der Familie zu verbringen, die er das ganze Jahr über auch um sich herum hat: "Das sind eben die Menschen beim Radio und die, die Radio hören. Stürz' dich in Arbeit, lenke dich ab. Das ist leider nur die zweitbeste Art, Weihnachten zu verbringen. Aber die beste Art habe ich leider nun nicht mehr."

Passendes Outfit zu Weihnachten

Tragen wird er ein knallrotes Jacket mit gezeichneten Weihnachtsbäumen. Das Studio ist bereits "überdekoriert" seit dem Ersten Advent. "Wir sind noch fleißig dabei, alles vorzubereiten", sagt er und fügt hinzu: "Tatsache ist, dass wir das Radio auch an diesem Tag nicht neu erfinden werden." Aber "bei uns bei FFH war es ein noch besonderer Tag, weil unser Chef moderiert hat, damit wir frei haben", erklärt Johannes Scherer. "An Heilig Abend feiern die Christen die Menschwerdung Gottes und bei FFH feierten wir die Moderatorwerdung unseres Chefs", scherzt er. Das ist jetzt anders. "Um es mit Jürgen Klopp zu sagen: In den vergangenen 30 Jahren hat bei uns der 'special one' moderiert, ich bin jetzt der 'normal one'."

Was die Hörer erwartet? "Es wird ein bisschen jünger, das Programm." Und auch an die Weihnachtslieder der Sängerin Nicki will er sich nicht rantrauen. "Ich glaube, meine Nicki ist Michael Buble. Es wird noch eine Brennstufe weihnachtlicher und festlicher. Ich hätte auch Lust auf das Weihnachtsoratorium." Klar sei zudem, dass es nicht wahnsinnig lustig werden wird. Aus genannten Gründen. "Ich werde wohl melancholisch sein." Nach der Sendung könnte es aber passieren, dass Johannes Scherer nicht gleich völlig übermüdet ins Bett fällt. "Ich habe mir vorgenommen, nach der Sendung in eine kultige Bar in Frankfurt zu gehen."

Im nächsten Jahr wartet dann viel Arbeit auf Johannes Scherer. "Ich plane, ein neues Programm." Zurzeit ist er mit einem Best-Of unterwegs. "Ich spüre, dass es an der Zeit ist, etwas Neues zu machen." Von der Idee bis zur Vorpremiere dauert es etwa neun Monate. es

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