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Kamelle und Kostüme

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bg_IMG_0007_010322_4c © Ingeborg Schneider

Nieder-Florstadt (mü). Getupfte Marienkäferchen und stachelige Dinosaurier, holde Prinzessinnen und edle Ritter: Es war ein buntes Fastnachtsvolk aus Kindern, Eltern und Großeltern, das sich am Rosenmontag um 10.11 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Rewe-Markt eingefunden hatte.

Auch das Narrenschiff der »Niddageister« vom Florstädter Carneval Club (FCC) war vorgefahren, das sonst beim Stammheimer Umzug zum Einsatz kommt. Die Kostümierten um den FCC-Vorsitzenden Christoph Lehr verbreiteten beste Laune, unterstützt von lange nicht mehr gehörten Stimmungsliedern.

Junge Narren sind begeistert

Während Rewe-Geschäftsführer Hedro Masso, Marktleiter Alexander Schäfer und ihr Team sich um die Zusammenstellung eines Zuges mit Waggons voller Süßigkeiten, Snacks und Keksen kümmerten, wartete man auf das Eintreffen der jüngsten Narren von der städtischen Kita »An der Nachtweide«.

»Es tut den Kindern so gut, sich endlich wieder einmal zu verkleiden und zu feiern«, war von Eltern zu hören. Man war dankbar für die gute Idee des Rewe-Teams, die Planung durch Marktleiter Schäfer und die Kooperation mit dem FCC. Dazu kamen ein kämpferisches »Jetzt erst recht« und der feste Wille, sich diesen Glücksmoment nicht durch einen Despoten in Russland nehmen zu lassen. Bürgermeister Herbert Unger (SPD) unterstrich am Rande: »Alexander Schäfer war noch bei mir im Rathaus, um über die Problematik eines Fastnachtsevents zu Kriegszeiten zu sprechen. Ich habe ihm gesagt, dass ich mit meiner damaligen Band auf einer Party bei den Amerikanern gespielt habe, während in Deutschland die Fastnacht wegen des ersten Golfkrieges abgesagt wurde. Ich stehe fest auf dem Standpunkt, dass wir dem Schrecken und der Ohnmacht unseren Lebenswillen und unsere Lebensfreude entgegensetzen müssen.« Die Begeisterung der Kinder, als sich der Zug in Bewegung setzte und die ersten Bonbons flogen, gab dem Rathauschef recht.

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