Karben-Open-Air: Heiße Töne in eisiger Kälte

Festivals sind eigentlich was für den Sommer. Nur in Karben nicht. Zum dritten Mal trafen sich am Samstag Musikbegeisterte zur Winter-Edition des Karben-Open-Air.

Eisige Kälte, Schneetreiben und ein Musikfestival – Das passt eigentlich gar nicht zusammen. Und doch fand es genauso in Karben statt: „Angesichts, dass die Winter-Edition so gut angenommen wird, würde ich schon sagen, dass das geht“, meint Co-Partymanager Oliver Maaß, der mit seinem Verein Kulturscheune Karben auch das Karben-Open-Air (KOA) in jedem Sommer mitorganisiert.

„Anfangs war das Ziel, die lange Wartezeit bis zum nächsten richtigen Karben-Open-Air im Sommer zu überbrücken“, erzählt er. „Wir wollten auch mal so ein paar bekanntere Bands einladen bei uns zu spielen, nicht nur am Karben-Open-Air im Sommer“, erklärt er weiter. Typischerweise sind das eine Band aus dem Vorjahr und eine, die beim diesjährigen KOA spielen wird.“ Mit dabei sind regionale und überregionale Bands.

Ganz wichtig bei der Auswahl der Musik: Die richtige Mischung zu finden, das liegt den Partymanagern am Herzen. Eins zu eins wie im Sommer läuft die Winter Edition natürlich nicht ab. Statt den zwei großen Bühnen, die jeden Sommer auf den Freiflächen rund um die Kulturscheune aufgestellt werden, findet sich die Hauptbühne bei der Winter-Edition des Karben-Open-Air in der Kulturscheune, im Zelt davor befindet sich eine weitere kleine Bühne. Außerdem steigt das Festival statt über drei Tage, wie im Sommer, nur an einem Abend.

Ein Problem ist das für die Besucher aber nicht. „Bei den Temperaturen zu Zelten wäre ja auch kaum möglich“, meint Larissa (19). „Im Sommer mache ich sowas gerne, viele sind dann ja auch nur wegen dem Festivalgefühl auf dem Zeltplatz dort und nicht unbedingt wegen der Musik. Aber im Winter ist das natürlich einfach zu kalt, von daher ist es eigentlich ganz gut, dass das Festival nicht so lange geht, so ist man am nächsten Tag nicht direkt krank.“

Denn trotz der schweren Vorhänge an den Türen ist die Luft in der Kulturscheune alles andere als warm, die Besucher tanzen in dicken Mänteln und auch die Bands zeigen beim ersten Song noch ein paar Startschwierigkeiten, die jedoch schnell vergessen sind. Begeistert ist Larissa trotzdem von der Winter-Edition des KOA. „Das Karben-Open-Air im Sommer hat immer ein bestimmtes Flavour, so etwas familiäres, daher komme ich da ja auch fast jedes Jahr hin“, sagt sie.

„Hier, finde ich, kann man das auch spüren. Das ist nicht so gekünstelt und überfüllt, wie man es sonst auf vielen Festivals hat. Man spürt die Handarbeit. Außerdem finde ich, dass die Musikauswahl immer einer der größten Pluspunkte des KOA ist“, erklärt sie. „Viele der Bands heute kenne ich gar nicht, aber das, was ich bisher gehört habe, hat mir echt super gefallen.“ Damit am Ende alles klappt, sind die Partymanager bereits seit Juli am Planen.

„Schon vor dem richtigen Karben-Open-Air schauen wir, was wir bei der Winter Edition machen wollen und wen wir bekommen können“ meint Maaß, für den das Karben-Open-Air immer etwas Besonderes ist. „Das war kein Hype, sondern wir sind natürlich gewachsen, jedes Jahr wurde es mehr. Gleiche Gesichter, gute Freunde, günstige Preise, sowas gibt es eben nicht überall“, findet er.

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