Umweltschutz

9 Antworten zum Elektro-Carsharing

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Ganz vereinzelt sind sie schon in der Stadt zu sehen: die neuen Elektro-Carsharing-Autos. Umweltfreundlich und günstig kann jeder damit unterwegs sein. Doch wie funktioniert das Ausleihen? Wir beantworten neun zentrale Fragen zum neuen Angebot.

Vor allem das völlig geräuschlose Fahren wundert jeden, der zum ersten Mal in einem Elektroauto sitzt. Für kleines Geld können das nun die Karbener erleben. Denn seit einem halben Monat bietet die Frankfurter Firma „Mobileeee“ Elektroautos im Carsharing an. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Angebot.

Welche Fahrzeuge gibt es?

„Mobileeee“ hat derzeit zwei Renault Zoe in Karben stationiert, zwei weitere sollen folgen. Der Anschaffungspreis liegt bei 20 000 bis 25 000 Euro. Die Kleinwagen haben etwa 130 Kilometer Reichweite, danach muss aufgeladen werden.

Die beiden Autos parken auf dem Rathausplatz. Die anderen beiden Wagen sollen an anderer Stelle im Stadtgebiet ihre Standorte erhalten. Wo genau, soll die Nachfrage zeigen, erklärt Florian Fröhlich von „Mobileeee“ – sprich: dort, wo die meisten möglichen und angemeldeten Nutzer wohnen.

Wo ist das Aufladen möglich?

Aktuell an den bisherigen Ladesäulen der Mainova vorm Bürgerzentrum (Rathausplatz) und der Ovag vorm Hallenfreizeitbad (Am Breul). Ein Mitarbeiter von „Mobileeee“ sorgt dort flexibel dafür, dass die Fahrzeuge immer vollgeladen sind. In Kooperation mit „Mobileeee“ will der Obersthausener Energieversorger Maingau aber binnen weniger Monate noch sechs weitere Ladesäulen errichten: auf dem Rathausplatz, am Hessenring, im Baugebiet an der Waldhohl in Groß-Karben, am Lindenplatz in Rendel, am Kaicher Weg in Burg-Gräfenrode und am Albert-Schäfer-Haus in Petterweil. Laut Bürgermeister Guido Rahn (CDU) wolle auch die Ovag noch eine Ladesäule bauen. Dann gäbe es am Ende neun Ladesäulen in der Stadt.

Wie klappt das Ausleihen?

Nutzer müssen sich im Internet unter registrieren und anfangs sowie später regelmäßig ihren Führerschein vorlegen. Letzteres ist im „Stadtpunkt“ im Bürgerzentrum während der Öffnungszeiten möglich. Gebucht werden die Fahrzeuge per Smartphone-App. Über diese ist auch das Entriegeln beim Beginn des Mietzeitraums möglich, ebenso das Abmelden am Ende der Miete. Nutzen kann das Angebot jeder ab 18 Jahren, der einen Führerschein hat – auch Führerscheinneulinge.

Wie viel kostet das Ganze?

Je Stunde kostet ein Wagen sechs Euro inklusive zehn Kilometern, plus 20 Cent je weiterer Kilometer. Der Tagestarif liegt bei 24 Euro (mit 100 Kilometern), ab 2019 bei 50 Euro. Über Nacht von 19 bis 7 Uhr)fallen 20 Euro an (mit 20 Kilometern). Ein Wochenende kostet 70 Euro (100 Frei-Kilometer).

Wo ist die Rückgabe möglich?

„Die Fahrzeuge müssen an ihren festen Standort zurück“, erklärt Ilker Yilmaz von „Mobileeee“. Andernorts kann die Miete nicht beendet werden. Damit unterscheidet sich das Angebot vom Carsharing in Großstädten wie Frankfurt, wo Fahrzeuge überall abgestellt und auch angemietet werden können. Bei der Rückgabe müssen Nutzer den Wagen an die Ladesäule anschließen. Vorher ist das Beendigen der Miete per App nicht möglich. So ist der Wagen dann für den folgenden Nutzer wieder vollgeladen.

Warum nur vier Fahrzeuge?

„Wenn der Bedarf da ist, ist nicht ausgeschlossen, dass wir weitere Fahrzeuge bereitstellen“, sagt Florian Fröhlich. Er rechnet aus Erfahrung mit einer ruhigen Anlaufphase und dann „Eigendynamik“.

In Friedrichsdorf bietet „Mobileeee“ ebenfalls E-Carsharing an. Laut Ilker Yilmaz wird es ab 1. Januar 2019 auch in Nidderau angeboten. Mit Bad Vilbel liefen ebenfalls Gespräche. Weitere Nachbarkommunen Karbens hätten inzwischen ebenfalls angefragt.

Für wen ist das Angebot?

Vor allem Privatleute sind Kunden bei „Mobileeee“. In Karben nutzt auch die Stadtverwaltung die Elektroautos für kurze Dienstfahrten – und sorgt so für eine Grundauslastung für den Anbieter. Die Stadt hat aber auch eigene E-Bikes im Einsatz. Neben Privatleuten will „Mobileeee“ sein Angebot in nächster Zeit Gewerbetreibenden nahebringen. Die können es für kurze Lieferfahrten gut nutzen, erklärt Florian Fröhlich. Sollte der Bedarf groß genug sein, will „Mobileeee“ den Firmen auch anbieten, Fahrzeuge direkt vor Läden und Büros zu stationieren – womöglich sogar samt der nötigen Ladesäulen. Das würde den Bürgermeister freuen: „Dann wird das Ladesäulennetz noch dichter.“

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