Kunstrasenplatz

Bereit machen zum Anpfiff

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So schön der Dauerregen an diesem Dienstagnachmittag für die Natur auch ist: Auf dem Günter-Reutzel-Sportfeld in Klein-Karben stehen wegen der Nässe die Bauarbeiten still. Andree Niederschmidt vom Bielefelder Sportplatzbauer Heiler und der Wiesbadener Landschaftsarchitekt und Planer Andreas Heinemann stehen am Rand des Spielfelds. "Wenn wir jetzt weiterarbeiten würde, wäre das nicht professionell", erklärt Niederschmidt. Am Montag war die letzte Bahn mit dem Kunstrasen verlegt und verklebt worden. Daraufhin ging es los mit dem Markieren der Linien: Einmal die weißen entsprechend der DFB-Vorgaben, nun folgen noch blaue Markierungen für Jugendspielfelder. Klebe man aber bei Regen, "dann sehen wir uns im Frühjahr wieder, wenn sich das wieder ablöst", sagt Niederschmidt.

So schön der Dauerregen an diesem Dienstagnachmittag für die Natur auch ist: Auf dem Günter-Reutzel-Sportfeld in Klein-Karben stehen wegen der Nässe die Bauarbeiten still. Andree Niederschmidt vom Bielefelder Sportplatzbauer Heiler und der Wiesbadener Landschaftsarchitekt und Planer Andreas Heinemann stehen am Rand des Spielfelds. "Wenn wir jetzt weiterarbeiten würde, wäre das nicht professionell", erklärt Niederschmidt.

Am Montag war die letzte Bahn mit dem Kunstrasen verlegt und verklebt worden. Daraufhin ging es los mit dem Markieren der Linien: Einmal die weißen entsprechend der DFB-Vorgaben, nun folgen noch blaue Markierungen für Jugendspielfelder. Klebe man aber bei Regen, "dann sehen wir uns im Frühjahr wieder, wenn sich das wieder ablöst", sagt Niederschmidt.

Also stocken diese Arbeiten. Ebenso muss der finale Aufbau des Spielfelds noch warten. Quarzsand muss noch in den Kunstrasen eingearbeitet werden. "Der soll bis unten durchrieseln", erklärt Heinemann. Werde der Sand aber nass, klebe er an den Kunstrasenhalmen und sickere nicht bis unten durch.

Daher warten auch diese Arbeiten wohl bis nächste Woche, so verheißen es die Wetterprognosen. Als letztes kommt noch eine Schicht grünes Kunststoffgranulat darüber.

Nach zwölf Jahren gibt es dann in Klein-Karben einen neuen Kunstrasenplatz. Alles in allem nimmt die Stadt gut eine halbe Million Euro in die Hand – nachdem zuletzt der neue Fußballplatz neben dem Stadion an der Waldhohl in Groß-Karben und der Rendeler Sportplatz mit Kunstrasen ausgestattet worden waren.

In Klein-Karben hatte sogar eine Absackung mitten auf dem Spielfeld ausgeglichen werden müssen. "Der alte Platz war einfach durch", erklärt Michael Soborka vom städtischen Fachdienst bauen.

Neue Ballfangzäune und neue Zäune sind nun installiert, die Randflächen frisch gepflastert, es gibt sechs neue Tore. Spielfeldumrandungen wurden teilweise verschoben. Damit entsteht zum einen etwas mehr Platz vor dem künftigen Vereinsheim. Das baut sich der FCK noch bis wohl weit in den Winter hinein in Eigenleistung selbst, wie Vereinschef Frank Lindner betont – und mit finanzieller Hilfe der Stadt. Dankbar ist der FCK-Vorsitzende der Kommune dafür, dass sie viele Wünsche des Vereins in der Planung berücksichtigt habe: "Das ist eine tolle Kooperation."

Zum zweiten ist an der Südwestecke des Geländes Raum entstanden, um den neuen Bürgersteig der Dortelweiler Straße um die Ecke herum in den Günter-Reutzel-Weg zu führen – wodurch Fußgänger, besonders Kinder, sicherer laufen. Denn auf dem FCK-Platz trainieren als Gast – wie auch auf dem benachbarten Rasenplatz – viele Jugendmannschaften des nachwuchsstarken KSV Klein-Karben.

Fürs kommende Jahr hat der FCK gleich das nächste Projekt im Blick: Der Verein möchte gern die Flutlichtanlage auf sparsame LED-Technik umrüsten. Das ist aber technisch anspruchsvoll und wohl auch nicht ganz günstig, räumt Lindner ein. Deshalb lässt sich der Verein zunächst vom Landessportbund beraten – auch zu den Fördermöglichkeiten für die Umrüstung.

Trotz der Verkleinerung ist der Kunstrasenplatz mit 100 mal 66  Metern weiter groß genug für alle sportlichen zukünftigen Anforderungen. "Darauf könnt ihr international spielen", bestätigt Fachmann Niederschmidt.

Frank Lindner lacht und rechnet durch: Bis dahin würde es, selbst bei einem direkten Durchmarsch durch alle Ligen, acht Jahre dauern. "Dann benötigen wir schon fast wieder einen neuen Platz", vermutet Lindner grinsend. Erstmal aber wird der jetzige Platz mit einem Lokalderby eingeweiht: Am 16. November will der FCK erstmals auf dem neuen Kunstrasen auflaufen – gegen die KSG Groß-Karben.

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