Fitness

Bewegung bringen in den Arbeitsalltag

Rückenprobleme, Burnout und andere Stresserkrankungen: Krankenkassen melden einen stetigen Anstieg von Fehltagen. Doch die Karbener Firma König+Neurath will dem entgegenwirken und für die eigenen Mitarbeiter zahlreiche Gesundheits- und Sportangebote realisieren.

Organisiert werden die Gesundheitsangebote für die Mitarbeiter von Thomas Selbach und Björn Schladt. Und das ist beiden auch anzusehen, denn sie betreten die Lobby der Karbener Firma am späten Nachmittag in grellen Sportklamotten, also sozusagen in voller Montur. Selbach ist Produktionsleiter bei König+Neurath, Schladt leitet Fuhrpark und Logistik. „Seit Ende Mai treffen wir Mitarbeiter uns immer Donnerstags zum gemeinsamen Laufen“, erklärt Thomas Selbach. Das habe seinen Anfang beim JP-Morgan-Lauf in Frankfurt genommen. „Da sind wir jedes Jahr mit 60 bis 80 Leuten dabei“, fährt Selbach fort.

„Wir machen da immer ein riesiges Event draus und haben uns bei dem Lauf im Sommer einfach mit Decken vor dem Opernplatz niedergelassen“, erinnert er sich an den Lauf im Sommer. Doch damit auch die sportlichen Leistungen aller Beteiligten stimmten, haben Schladt und Selbach vor dem Lauf für alle Mitarbeiter ein gemeinsames Lauftraining ins Leben gerufen. Und nun, ein halbes Jahr nach dem Firmenlauf für wohltätige Zwecke, treffen sich noch immer bis zu 20 Mitarbeiter einmal wöchentlich zu gemeinsamen Joggen.

„Wir treffen uns meist in unserem Werk Fünf, da gibt es Duschen und Getränke“, berichtet Mitorganisator Björn Schladt. Der Lauftreff sei völlig zwanglos, manchmal laufe man sogar in verschiedenen Gruppen, um die verschiedenen Wünsche der Mitarbeiter abdecken zu können. „Ich denke, dass das wirklich gut für den Teamgeist ist. Leute, die den ganzen Tag nur beruflich oder nur kaum miteinander zu tun haben, lernen sich so kennen“, findet er. In einer Whatsapp-Gruppe spreche man sich ab.

Im Sommer geht es meist die Nidda auf und ab, im Winter wird die Laufstrecke etwas limitiert, erklären die beiden Organisatoren. „Heute laufen wir in Richtung Okarben, denn diese Strecke ist beleuchtet.“ Beide nehmen sich die Zeit gerne, den Treff für ihre Kollegen zu organisieren und gemeinsam zu realisieren. „Aber wir müssen danach noch weiterarbeiten“, sagt Thomas Selbach und lacht. Doch soll der Lauftreff nicht die einzige Idee sein, um Gesundheit und Teamgeist der Mitarbeiter zu fördern. Vor vier Wochen habe man bei König+Neurath deshalb eine interne Gesundheitsmesse veranstaltet. „Die TG Groß-Karben hat verschiedene Sportarten vorgestellt und es gab Stationen, die über Themen wie Stressberatung und Ernährung informiert haben“, so Schladt.

Den Mitarbeitern habe man besondere Trinkflaschen gesponsert, auf ihnen zu sehen ein Logo, das die Marketingabteilung der Firma eigens für das Thema Gesundheit innerhalb des Betriebes entworfen habe. „Unsere Mitarbeiter können umsonst ins Karbener Hallenbad und im Sommer machen wir das Radfahren zur Arbeit zur Aktion“, fährt Schladt fort. Mehrere Geräte habe man angeschafft, einen Raum für Aktivitäten wie Zumba oder Yoga eingerichtet, auch untersütze man finanziell Mitgliedschaften in Fitness-Studios.

„Wir haben dafür eine Umfrage unter den Mitarbeitern gemacht, um herauszufinden, was gewünscht ist, welche Themen und Vorstellungen sie haben“, sagt Björn Schladt. „Das muss jetzt alles erstmal anlaufen“, weiß er. Die Gesundheitsmesse werde man im Frühjahr außerdem wiederholen. Man wolle das alles nicht anbieten, um es einfach nur anzubieten. „Gesunde Mitarbeiter bringen nicht nur sich etwas Gutes, sondern sind auch gut für das Unternehmen“, meint Thomas Selbach. Und das gelte nicht nur für den sportlichen Bereich: „Egal ob Leute aus dem Marketing oder Lastwagenfahrer, alle machen etwas zusammen, aus allen Abteilungen“, freut er sich.

Außerdem gehe es Ihnen um die Vorbeugung von Krankheiten. Doch sei es bei 950 Mitarbeitern natürlich schwierig, alles so in die Praxis umzusetzen, dass jeder einzelne davon profitiere. Schichtdienst, das ist ein kniffliges Problem, das es für die beiden Fitnessbeauftragten von König+Neurath noch zu lösen gilt. Doch immerhin sitzt jeder Mitarbeiter auf einem ergonomischen Drehstuhl und da hat doch jeder etwas von, egal wie die Arbeitszeiten sind, finden die Fitnessbeauftragten.

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