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Paul Stockhausen von den Fraport Skyliners heizt den Oberstufenschülern der Kurt-Schumacher-Schule kräftig ein, verraten ihnen aber auch jede Menge Tricks.

Frankfurt Skyliners

Dribbeln lernen von den Profis

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Das ist mal eine ganz besondere Sportstunde: Nicht einfach nur so haben Zehntklässler der Karbener Kurt-Schumacher-Schule Basketball gelernt. Sondern von Profis der Skyliners Frankfurt. Die zollen den Schü- lern Respekt. Denn in der Sporthalle fließt viel Schweiß.

Seit 16 Jahren punkten die Teams der Frankfurt Skyliners in der ersten und zweiten Basketball-Bundesliga. Seit zwölf Jahren holen sie sich im Projekt „Basketball macht Schule“ namhafte Preise. Ziel der Basketball-Schul-AGs und der „School Clinic“ ist es, Kinder und Jugendliche im Rhein-Main-Gebiet in Bewegung zu bringen.

Aus diesem Grund schaut an diesem Dienstag ein Trainerteam der Profi-Basketballer in der Kurt-Schumacher-Schule (KSS) zu einer Trainingseinheit vorbei. Zur Freude von Cornelia Doderer, Fachvorsteherin Sport an der KSS, und zwölf ihrer 18 Schüler des Sportorientierungskurses der G8-Einführungsphase. Aus Frankfurt sind Trainer Inanc Erkli, Spieler und Trainer Paul Stockhausen und Anja Emler, die für das „Basketball macht Schule“-Projekt verantwortlich ist, angereist. Es ist der zweite Besuch eines Projektteams an der KSS.

„Die Fraport Skyliners wollen mit ihrem Projekt Kinder und Jugendliche für Basketball begeistern und die Sportart fest im regionalen Sport- und Freizeitangebot verankern“, sagt Anja Emler. „An der KSS gibt es Basketballangebote innerhalb des Sportunterrichtes ab dem sechsten Schuljahr“, erklärt Lehrerin Doderer.

Der Sportorientierungskurs absolvierte bereits im Frühjahr einen Basketball-Block. Doderer hatte an einer Lehrerfortbildung teilgenommen, die wie die Schulprogramme des Projektes der Fraport Skyliners kostenlos sind.

„Mit Glück kann eine Schule außerdem Karten für ein Heimspiel der ersten oder zweiten Skyliners-Bundesligamannschaft in der Fraport-Arena in Höchst gewinnen“, stellt Emler in Aussicht. Für die Schüler haben die Gäste Basketbälle, blau-weiße Skyliner-Shirts, Turnbeutel und jede Menge Tipps mitgebracht. Die beiden Profis trainieren mit den Zehntklässlern die Grundtechniken jedes Schnellangriffes:

Fassen, werfen, fangen

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„Los, los, los, gebt Gas. Dribbelt nicht so lange rum, lauft. Dribbeln kostet wertvolle Zeit. Ich will Schweiß laufen sehen“, ruft Trainer Inanc Erkli den Schülern zu. Denen läuft bereits nach einigen Minuten die Brühe hinunter.

„Das schnelle Umschalten von Angriff auf Verteidigung und umgekehrt ist eine Kopfsache. Das Umschalten ist enorm wichtig, um einen Schnellangriff einzuleiten oder zu verhindern“, erläutert Anja Emler. Immer wieder trainieren die Schüler, angefeuert von den beiden Trainern, Spielzüge und Schnelligkeit, werfen sich Bälle zu, blocken sie ab oder versuchen, in den in etwa drei Metern Höhe befindlichen Körben zu versenken.

Das ist nicht einfach, weil Skyliner Paul Stockhausen als Gegner auf dem Court steht. Er gibt keinen Ball auf, blockt gegnerische Würfe zeitig ab oder holt sich den Ball. Geübt werden auch Crossover, bei denen der Ball entweder vor oder hinter dem Körper von einer zur anderen Hand wechselt. Auch das Handling mit Ball mit nur einem Finger oder einer Hand wird geübt. Trainer Inanc Erkli lobt die Schüler für gelungene Spielzüge, zeigt Fehler auf und verrät Tricks.

Entdeckt haben die Profis bei Schulterminen bereits mehrere Talente unter den jungen Sportlern. In Karben sticht die einzige Spielerin auf dem Feld, Ida Kubitza, aus ihrem Fünferteam hervor. Die sportliche Fünfzehnjährige spielt Handball beim TV Petterweil, turnte bei der TG Groß-Karben und spielt beim KSV Klein-Karben Tennis, erläutert ihre Lehrerin.

Sie zeichne sich durch sicheres Ballhandling, gezielte Würfe und schnelle Pässe aus. Paul Stockhausen lobt seine Mitspieler aus der KSS ebenfalls: „Das ist eine sehr gute Gruppe. Alle sind fit und halten das sehr hohe Spieltempo durch.“

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