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Diethardt Stamm informiert zum Auftakt der Karbener Klimaschutzwochen über die Gewinnung erneuerbarer Energien.

Karbener Klimaschutztage

Energiesparen ist die beste Lösung

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Zum Auftakt der Karbener Klimaschutztage informierte Diethardt Stamm von der Mittelhessischen Energiegenossenschaft über Erneuerbare Energien und Möglichkeiten der Speicherung.

Bei der Auftaktveranstaltung handelt es sich um eine Kooperation zwischen der Stadt Karben, dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Mittelhessischen Energiegenossenschaft (MIEG).

Zunächst begrüßt Peter Hofmann vom BUND die rund 25 Zuhörer. Die Stadt Karben habe ein Klimaschutzkonzept entwickelt, zu dem auch die Stelle einer Klimaschutzmanagerin gehöre, sagt Bürgermeister Guido Rahn (CDU). Zudem habe man „Karben Energie“ gegründet, die der Mittelhessischen Energiegenossenschaft beigetreten ist. Das Energiesparen sei die beste Lösung, die Themen Erzeugung und Speicherung von Energie seien ebenfalls wichtig, fügt Rahn hinzu. Diplom-Ingenieur Stamm vom Vorstand der Mittelhessischen Energiegenossenschaft erläutert an diesem Abend Möglichkeiten zur Erzeugung und Speicherung von Energie aus Erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind.

Zunächst stellt Stamm die MiEG vor. Die Energiegenossenschaft – eine von 860 in Deutschland – mit derzeit über 500 Mitgliedern sei im Jahr 2011 gegründet worden. Ihr gehörten im Wetteraukreis Bürger, Bürgermeister, Umweltverbände und Energieexperten an.

Die MIEG engagiere sich für Energiegewinnung mit erneuerbaren Energieträgern, Energieeffizienz, Elektromobilität und einiges mehr, um die „Realisierung der regionalen Energiewende und die zukunftsfähige Energieerzeugung voranzubringen“, heißt es auf der Internetseite. Da Sonne und Wind als erneuerbare Energielieferanten nicht immer in gleichem Maße zur Verfügung stünden, so Stamm, sei es nötig, Energie auch über längere Zeiträume zu speichern.

Eine Möglichkeit hierzu sei Wasserstoff in Gasform. Der Referent erläutert das Verfahren, wobei mit Hilfe der Elektrolyse aus erneuerbaren Energien Wasserstoff gewonnen wird. Dieser werde dann in Brennstoffzellen für Wärme- und Stromerzeugung genutzt, aber auch direkt in Gasnetze eingebracht.

Stamm geht zudem auf das Thema Elektromobilität ein. Der so gewonnene Wasserstoff eigne sich auch zur Verwendung im Elektroauto, indem der Wasserstoff in einem Kompressor stark verdichtet werde, um eine größere Reichweite zu erzielen. Eine Firma in Obermörlen habe bereits eine fahrbare Wasserstoff-Tankstelle entwickelt. Ein Grund dafür, dass es mit Elektroautos in Deutschland nicht so recht vorangehe, sei mangelhafte staatliche Förderung. In Gesprächen hätten sich die Wirtschaftsministerien eher „abwartend“ gezeigt, sagt der Referent.

Die MIEG wolle die Entwicklung eines solchen Fahrzeuges aber voranbringen. Zudem gebe es eine landesweite Initiative namens „H2BZ“, die sich mit dem Thema beschäftige. „Wir schaffen das“, lautet Stamms zuversichtliches Fazit zum Abschluss.

Weitere Veranstaltungen der Klimaschutztage sind die Ausstellung „Windkraft und Landschaftsästhetik“ der Künstlerin Karen Warkall im Bürgerzentrum. Eröffnung ist am Montag (18. April) um 18 Uhr im Foyer. Der Vortrag Klimaschutz samt der Ergebnisse des Klimaschutzgipfels 2015 in Paris mit Frank Steinbach findet am Dienstag (19. April) um 18 Uhr im Clubraum 2 statt.

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