Von Chopin bis Samba

Fachbereich Tasten der Musikschule führt kleine und große Talente in einem Konzert zusammen

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350 Schüler gehören dem Fachbereich Tasten der Musikschule Bad Vilbel und Karben an. 16 Schüler haben im Bürgerzentrum Karben das Konzert „Tanzende Finger“ gegeben. Werke von Beethoven, Chopin, List und Bartok wurden aufgeführt. Annette Gotthardt und Jan Reviol moderierten das Konzert.

Den Auftakt übernahm Meryem Dogruel mit der Romanze fis-Moll von Rachmaninoff. „Rachmaninoff war Dirigent, Pianist und Komponist. Seine Werke sind von elegischer Schönheit und extremer Virtuosität geprägt. Dieses Werk zeigt seine lyrische Seite“, sagte Annette Gotthardt, die an der Musikschule Klavier unterrichtet. Aus ihrer Klasse spielte Elina Noack den Tanz B-Dur von Beethoven. In der Wiener Klassik war dies eine beliebte Kompositionsform, aus der der Walzer entstand. Maximilian Reichler und Kai Luca Wang spielten beide einen Walzer von Chopin.

Als Komponist schuf Chopin fast nur Werke für Klavier. Er galt schon zu Lebzeiten als einer der führenden Musiker seiner Zeit. Die Walzer in h-Moll aus dem Jahr 1829 und in cis-Moll aus dem Jahr 1847 sind sehr bekannt. Laut Gotthardt sind beide elegant und erzeugen unterschiedliche Stimmungen. Mit La Valse d’Amelie erinnerte Marlene Lorenz an den zeitgenössischen französischen Komponisten Yann Pierre Tiersen.

Der 48-Jährige wurde außerhalb Frankreichs durch seine Filmmusiken zu „Die fabelhafte Welt der Amélie“ und „Good bye, Lenin“ bekannt. „Heute wird endlich der Walzer gespielt und nicht das andere Stück, das wir alle schon so gut kennen“, sagte Gotthardt und erhielt zustimmenden Applaus. Max Brombacher erfreute das Publikum mit einer Samba.

Der Tanz hat sich aus dem brasilianischen Volkstanz mit afrikanischen Wurzeln entwickelt. Geschrieben hat die Samba der 1957 geborene Mike Schoenmehl. Begleitet wurde Max auf der Cajon von Finn O’Donnell-Hönow, der selbst Take Five, ein erfolgreiches Jazz-Musikstück von Paul Desmond spielte. Das 5. Andante aus 6 Pièces Melodiques Originales für Horn und Klavier gaben die Geschwister Luca Hartart (Horn) und Merle Hartart (Klavier). „Es ist ein sehr berührendes kurzes Stück des französischen Komponisten Charles Gounod“, sagte Reviol, der Leiter des Fachbereichs Tasten gemeinsam mit Gotthardt ist.

Ebenso wie sein Bruder Kai Luca spielte auch Jan Luca Wang ein Werk von Chopin. Die Nocturne, ein Nachtstück mit lyrischem Zauber, wirkte in cis-Moll ergreifend. Einen langen und verdienten Applaus erhielt Juwon Song für die gebotene Konzert-Etüde „Waldesrauschen“ aus der Feder von Liszt. „In fast allen Liszt-Kompositionen ist höchste Virtuosität des Pianisten gefordert. Diese Konzert-Etüde ist zusätzlich an künstlerischem Charme nicht zu überbieten“, sagte Gotthardt.

Vera Gorelov und Tülay Balkan spielten vierhändig den „Marche Royale du Lion“ aus Karneval der Tiere von Saint-Saens. Lilian Zhou trat zum letzten Mal auf. Die 19-Jährige hat ihre Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule in Frankfurt bestanden. Sie gab zwei Sätze aus der Suite opus 14, einem bedeutenden Werk des ungarischen Komponisten Bela Bartók.

Konzert im November

Der Tastentreff findet am 21. November (ab 19 Uhr in der Musikwerkstatt der Alten Mühle in Bad Vilbel statt.

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