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Hühnerstall-Brand

Familie Kliem reagiert nach Hühnerstall-Brand auf erste Reaktionen

Nach dem Großbrand in einer Hühnerstall-Anlage in Karben vom Freitag reagiert die betroffene Familie Kliem auf die ersten Reaktionen.

"Wir finden keine Worte, die beschreiben können, was wir erleben mussten." Mit diesen Worten hat sich Familie Kliem aus Kloppenheim am Montagabend in einer Nachricht im sozialen Netzwerk Facebook an die Kunden und die Öffentlichkeit gewendet.

Gegen Mittag am Freitag waren zwei der vier Hühnerställe, die außerorts neben der B3 liegen, in Flammen aufgegangen. Die enorme Rauchsäule war weithin im Rhein-Main-Gebiet sichtbar. Die Anlage gehört zum Margarethenhof in Kloppenheim. Dort und auch im Hofladen geht der Betrieb wie gewohnt weiter. Seit dieser Woche sucht die Polizei nun nach der Ursache. Sie taxiert den Schaden auf eine hohe sechsstellige Summe. Am Montag hätten die Brandermittler den Schadensort in Augenschein genommen, erklärt , erklärt die Sprecherin der Polizeidirektion Friedberg, Sylvia Frech.

Dabei sei klar geworden, dass auch ein externer Gutachter hinzu gezogen werden müssen. Dieser soll am Mittwoch vor Ort sein. "Erst nach dieser Begehung wissen wir mehr", sagt Sylvia Frech.

Familie Kliem erklärt, dass - obwohl die ersten Helfer binnen weniger Minuten nach Entdecken des Brandes vor Ort gewesen - durch die Geschwindigkeit und Hitze der um sich greifenden Flammen weder genügend Zeit, noch Möglichkeit geblieben sei, um alle Tiere zu retten. "Nahezu hilflos zusehen zu müssen wie das Feuer unseren Hennen keine Chance ließ, wird sich nicht mehr aus unseren Erinnerungen tilgen lassen." Die Karbener Feuerwehr bekämpfte das Feuer mit Unterstützung der Wehren aus Bad Vilbel, Dortelweil, Limeshain und Friedberg mit 100 Einsatzkräften. Das Rote Kreuz Friedberg errichtete kurzfristig eine Versorgungsstation für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Der betriebswirtschaftliche Verlust sei schmerzhaft, aber er sei langfristig eine heilbare Wunde, schreiben die Kliems. "Die Bilder in unseren Köpfen werden uns immer begleiten."

Die Familie dankt in der Nachricht allen, die Trost gespendet hätten. Sie reagiert aber auch auf andere Reaktionen, besonders auf Facebook: Es mache traurig, "dass eine solche Tragödie, die so vielen Mitgeschöpfen das Leben gekostet hat, für einige Mitmenschen Grund für Häme, Hass und Hetze ist". Direkt nach dem Brand begann Familie Kliem mit dem Aufräumen und der Abwicklung des Schadens. Unter anderem konnten die 500 überlebenden Hennen bei einem Helfer untergebracht werden.

Schon am Tag nach dem Brand hatte Seniorchef Karl August Kliem in dieser Zeitung den Wiederaufbau der beiden abgebrannten Ställe angekündigt. Das unterstreicht die Familie nun: "Da wir unserem Ziel, hochwertige regionale Produkte transparent zu erzeugen, weiter mit all unserer Passion und Liebe folgen wollen, werden wir trotz dieses Schicksalsschlages nach vorne blicken."

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