AfD fehlt Personal, um anzutreten

Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) wird offenkundig auch in nächster Zeit in der Karbener Kommunalpolitik keine Rolle spielen.

Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) wird offenkundig auch in nächster Zeit in der Karbener Kommunalpolitik keine Rolle spielen. „Zur Bürgermeisterwahl werden wir nicht mit einem Kandidaten antreten“, sagt die Wetterauer Kreissprecherin und Ortsverbandsvorsitzende der AfD für Bad Vilbel und Karben, Ursula Braun-Moser.

„Uns fehlt es dafür an Substanz“, erklärt die frühere CDU-Europaabgeordnete aus Bad Vilbel – was nicht inhaltlich gemeint sei, sondern nur personell. Denn nachdem der gesamte Kreisvorstand der AfD zurückgetreten und neu gewählt worden sei, „sind wir jetzt wieder auf Null“, erklärt Braun-Moser.

So seien inhaltliche Arbeit und ein Engagement im örtlichen Parlament „für mich in Bad Vilbel noch greifbar“, sagt die Kreischefin. Das gelte auch für Bad Nauheim. In beiden Orten wolle die AfD versuchen, bei den Kommunalwahlen am 6. März anzutreten. Friedberg dagegen habe man „aufgegeben“.

Für Karben wolle die Partei versuchen, „qualifizierte Leute zu bekommen“. Doch sei nicht klar, ob es die AfD schaffe, für Kandidaturen in Karben genügend Unterstützerunterschriften zusammenzubekommen.

Aber ist denn denkbar, dass Kreis-AfD-Beisitzer Andreas Lichert aus Karben vor Ort für einen Sitz im Stadtparlament antritt? Lichert hatte 2013 auf sich aufmerksam gemacht, als er einen Treffpunkt für rechtsextreme Gruppen mitten in Groß-Karben eröffnete. „Ich würde nicht Ja sagen zu einer Kandidatur von Herrn Lichert“, erklärt die Kreisvorsitzende. „Ich will keine Polarisierung.“ Sollte er als unabhängiger Kandidat antreten, sei dies allerdings sein Bürgerrecht. dpg

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