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Freigabe der Nordumgehung: Damit es zügiger vorangeht

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Eine der Hauptadern des Verkehrs in Karben: die Bahnhofstraße, hier in Höhe des Rathausplatzes .	Archivfoto: Dennis Pfeiffer-Goldmann
Eine der Hauptadern des Verkehrs in Karben: die Bahnhofstraße, hier in Höhe des Rathausplatzes . Archivfoto: Dennis Pfeiffer-Goldmann © Archivfoto: Dennis Pfeiffer-Goldmann

Die Verbesserung der Verkehrssituation in Karben liegt den Freien Wählern am Herzen. Vor diesem Hintergrund wurde beim jüngsten Stammtisch der Wählergemeinschaft ausgiebig über das Thema diskutiert.

Es ist dieses Mal zwar eine kleine Runde, die sich zu dem Stammtisch der Freien Wähler eingefunden hat, trotzdem entwickelt sich ein intensives Gespräch um das künftige Verkehrskonzept für die Stadt. „Als wir noch mit in der Regierungsverantwortung waren, war es die Idee der Freien Wähler, erst ein umfassendes Verkehrskonzept erstellen zu lassen und dann erst mit der Umgestaltung zu beginnen“, erinnert der frühere Stadtverordnete Bodo Macho an vergangene Jahre.

Dieser Wunsch der Wählergemeinschaft wurde nur zum Teil erfüllt, weil nach Ansicht der CDU seit 1987 viele Einzelaspekte untersucht worden seien und man es deshalb im Rathaus nicht für erforderlich gehalten habe, noch einmal eine große Analyse für, so sei gesagt worden, 200 000 Euro erstellen zu lassen. „Diese Zahl ist in der Tat viel zu hoch. Andere Städte wie Bad Nauheim haben sich ein Verkehrskonzept für unter 100 000 Euro anfertigen lassen“, sagt der FW-Vorsitzende Thorsten Schwellnuss. Auch wenn sich nach Eröffnung der Nordumgehung die Verkehrssituation im Innenstadtbereich bereits deutlich entspannt habe, so gebe es noch viele kritische Punkte, für die noch keine Lösung ersichtlich sei. Nach Schwellnuss’ Meinung gehören dazu beispielsweise der Verkehr auf der Bahnhofstraße oder der Homburger Straße, der Bereich um den Quellenhof oder die Zufahrt zu dem Industriegebiet sowie der Bereich rund um den Bahnhof.

Meinungen der Bürger

Dabei sei dringend Sachverstand notwendig, um eine dauerhafte Lösung zu erarbeiten. Trotzdem legen die Freien Wähler großen Wert auf die Meinungen und Anregungen der Bürger und versuchen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. So wie an diesem Abend Dagmar Groeneveld aus dem Ortsteil Okarben, die sich für die Vorstellungen der Freien Wähler interessiert. Als nach eigenem Bekunden engagierte Radfahrerin plädiert sie für einen verstärkten Ausbau des Radwegenetzes. „Ich bin dafür, dass Karben eine echte Radfahrerstadt wird, bei der die Radwege sowohl innerhalb der Stadt ausgebaut, als auch zwischen den einzelnen Ortsteilen“, vertritt die Rentnerin ein ihr besonders wichtiges Anliegen.

Mit Auto zum Zug

Sie widerspricht auch der Idee der Freien Wähler, den Klingelwiesenweg in Okarben für den Durchgangsverkehr sperren und lediglich die Zufahrt zum Sportplatzgelände zulassen zu wollen. „Nein, das taugt nichts. Dann müssen die Roggauer, wenn sie nach Okarben wollen, doch einen Riesenumweg machen“, so die Okärberin. Dann hat sie aber doch noch einen Wunsch an die Freien Wähler: Die sollten dafür sorgen, dass an der Okärber Bahnstation Platz für ein oder zwei Kurzzeit-Parkplätze geschaffen werden, um Personen mit Auto zum Zug bringen zu können oder sie dort abzuholen.

Auch beim Bahnhof Groß-Karben sehen die Freien Wähler großen Handlungsbedarf. „Karben wächst und wächst, und deshalb muss auch der öffentliche Personennahverkehr mitwachsen. Der Bereich rund um den Bahnhof muss neugestaltet werden, damit die Pendler Platz zum Parken und die Busse Platz zum Halten finden“, erklärt Rosmarie Plewe.

Sorgen bereitet ihnen auch die Situation rund um die Kreisstraße von Groß-Karben nach Heldenbergen. Wenn diese Kreisstraße nächstes Jahr saniert und deswegen komplett gesperrt wird, dann ergießt sich der gesamte Verkehr über Burg-Gräfenrode. Schließlich fordern die Freien Wähler, nachdem die Umgehungsstraße um Wöllstadt im nächsten Jahr fertig wird und damit noch mehr Verkehr auf die B 3 ziehen wird, eine Entscheidung zum weiteren Ausbau der Bundesstraße von Okarben in Richtung Bad Vilbel.

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