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Die Sperrschilder an der Einmündung der Rathausstraße in die Homburger Straße in Klein-Karben signalisieren: Hier geht es nicht weiter. Nun beginnt die Umleitungsstrecke.

Wegen Sanierungsarbeiten

Hauptstraße von Klein-Karben bis März wieder dicht

Gute drei Wochen lang war es in Klein-Karben so wie immer. Die Ortsdurchfahrt konnte ungehindert auf alter Route befahren werden. Doch damit ist nun Schluss für die nächsten Monate. Denn die Arbeiten zur Sanierung der Gehwege und der Fahrbahn werden fortgesetzt. Die Autofahrer müssen erneut umdenken.

Diejenigen, die im alten Ortskern von Klein-Karben wohnen, haben es am Dienstagmittag schon gemerkt. Das Linksabbiegen in die Homburger Straße ist nicht mehr möglich. Rot-weiße Baken und das übliche Sperrschild stehen einer Weiterfahrt im Wege. Also heißt es: rechts ab auf die Rendeler Straße. Und dann irgendwann links, vorzugsweise in die Hanauer Straße. Diese dann hochfahren, bis man auf den Lindenweg trifft. Lindenweg? Da war doch was. Genau: Der gesamte Lindenweg, der parallel zur Ortsdurchfahrt verläuft, ist die inoffizielle Umleitungsstrecke während der seit Sommer laufenden Bauarbeiten zur kompletten Sanierung der Ortsdurchfahrt.

Also dann erneut links, den Lindenweg runter, dann nochmals links in den Selzerbachweg biegen und bis zum Kreisel vorfahren. Ab dort geht alles wieder auf gewohnten Bahnen.

Ortsdurchfahrt bis März nicht möglich

Damit sind auch schon die Punkte genannt, zwischen denen die Hauptstraße des Stadtteils von Januar bis voraussichtlich Ende März dicht ist; der Kreisel an der katholischen Kirche und die Rathausstraße. Bis zur Einmündung der Rathausstraße in die Homburger Straße hatten sich die fleißigen Arbeiter der Weilburger Firma Schütz bis kurz vor Weihnachten vorgearbeitet. Den ganzen Sommer über hatten sie den gleichfalls voll gesperrten Abschnitt zwischen Ulmenweg und Rathausstraße neu gepflastert, die Haltestellen barrierefrei umgebaut und die Fahrbahn neu asphaltiert. Das Fahren ist gegenüber früheren Zeiten wie ein Unterschied zwischen Tag und Nacht. Statt durch den engen Ortskern zu holpern, gleitet man fast über den Asphalt.

Gut anderthalb Wochen vor Weihnachten war alles fertig in diesem zweiten und dritten Abschnitt, einzig das Schutzhäuschen an der barrierefrei umgebauten Haltestelle Kirchgasse hatte noch montiert werden müssen.

Bushaltestellen während der Bauarbeiten in Klein-Karben verlegt

Diese Haltestelle und auch die an der Schulstraße werden dennoch nicht angefahren. Der 74er Bus ist auch vor und während der Feiertage die Umleitungsstrecke gefahren, und da bleibt er die nächsten Monate. Die Autofahrer durften mal gute drei Wochen die neue Strecke ausprobieren. Aber wer aufmerksam war, hat natürlich gemerkt, wo alte und neue Straße anfingen und endeten. Der Übergang war exakt auf Höhe der Rathausstraße. Wer aus Richtung Rendel kam und ins Zentrum oder nach Groß-Karben weiter wollte, hat den Unterschied buchstäblich gespürt. Ab Rathausstraße begann die Holperstrecke. Die ist noch ein wenig holpriger geworden, als sie je war, weil die Stadtwerke Karben dort zunächst punktuell die Anschlüsse erneuert hatten. Die Bereiche waren dann nur noch provisorisch mit Kaltasphalt zugeschmiert worden.

Nun hat die Firma ihre Weihnachtspause beendet und baut weiter. Aus Sicherheitsgründen sei es notwendig, die Straße wieder voll zu sperren, schreibt der städtische Verkehrsbeauftragte und Planer, Ekkehart Böing. Der Weiterbau in diesem vierten von insgesamt acht Bauabschnitten, in die die Gesamtmaßnahme unterteilt ist, erfolge in Abschnitten. Darüber hatten Stadt und Hessen Mobil, die hier Hand in Hand arbeiten, bereits vor einigen Monaten berichtet. Denn zwischen Rathausstraße und Kreisel ist es quasi eine "Winterbaustelle".

Alle Geschäfte in der Ortsmitte von Klein-Karben erreichbar

Die Firma reißt immer nur kleinere Abschnitte der Gehwege auf, saniert sie und geht dann zum nächsten über. Falls es eine längere Frostperiode geben sollte, soll es keine offenen Gehwegbereiche geben, haben sich die verantwortlichen Planer entschieden. Insgeheim hoffen aber alle, dass es nicht zu diesen längeren Frostperioden kommt. Denn dann könnte die Firma so zügig wie von Juli bis Dezember arbeiten, als sie sogar fast drei Wochen vor dem erdachten Zeitplan fertig geworden ist. Übrigens bleiben laut Böing während der gesamten Bauphase alle Geschäfte voll erreichbar. Schon bei den vorherigen Abschnitten hatte die Stadt gelbe Hinweistafeln an den Straßenrändern aufgestellt, auf denen Hinweise auf die Erreichbarkeit, etwa der Postfiliale, standen.

Nun ist also der vierte Abschnitt dran, der Kreisel selber ist ein eigener, danach geht es weiter zwischen Kreisel und Gehspitze in zwei weiteren Abschnitten. Dann wären sieben von acht Bauabschnitten auf den fast zwei Kilometern geschafft. Der achte und letzte Abschnitt betrifft wieder den Bereich vom Ulmenweg/Ellernstraße ab in Richtung Rendel. Dort müssen aber zunächst die Stadtwerke ran (diese Zeitung berichtete). Die Ortsdurchfahrt wird in den anderen Abschnitten zwar wieder befahrbar sein, aber auch im letzten Abschnitt wird es wieder eine Vollsperrung geben. Dann allerdings kürzer als die jetzige. Gesperrt werden soll in den Sommerferien.

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