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Heiß werden auf neue Erlebnisse

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„Gemeinsam sind wir stark“, so lautet das Motto des alljährlichen Familienfests auf dem Gelände des Karbener Jukuz. Familien haben hier am Weltkindertag die Gelegenheit, einen Tag gemeinsam an Spielen und Rätseln teilzunehmen. Auch stellten sich Karbener Institutionen vor – auch welche, zu denen die Kontaktaufnahme oftmals an der Hemmschwelle scheitert. Durch das Fest soll diese umgangen werden.

Von NIKLAS MAG

Bei perfektem Wetter ist an diesem Nachmittag auf dem Gelände des Groß-Karbener Jugendkulturzentrums (Jukuz) einiges los. Es ist voll, wuselig und bunt auf den beiden Wiesen um die Kulturscheune. Auch Musik erklingt, denn das Ensemble „Erdmännchen“ spielt gleich zu Anfang.

„Das war ein Workshop während der Ferienspiele, aber sie wollten danach weitermachen und so ist ein richtiges kleines Orchester entstanden“, erklärt Angela Krämer-Galande, die Karbener Zweigstellenleiterin der Musikschule Bad Vilbel–Karben. „Momentan werden sie immer wieder für verschiedene Veranstaltungen gebucht, die machen das wirklich toll.“

Die Musikschule ist aber nur eine der Institutionen, die sich an diesem Tag auf dem Fest vorstellen wollen. „Wir haben in diesem Jahr wieder 22 verschiedene Karbener Institutionen hier, aus völlig unterschiedlichen Bereichen“, erklärt Organisatorin Angelika Möller vom Fachbereich Soziales, Senioren, Jugend, Kultur und Sport der Stadt. „Für Familien ist das hier eine tolle Möglichkeit mit Institutionen in Kontakt zu treten, wo sonst die Hemmschwelle im Weg ist.“

Viele Aufgaben bestehen

Damit spricht sie vor allem die Suchtberatung, die Hospizhilfe und Pro Familia an. „Noch dazu ist ein Großteil des Karbener Vereinslebens hier“, freut sich Möller.

Kern des Fests ist die so genannte Familiade: Jede der anwesenden Institutionen hat sich eine Aufgabe ausgedacht, die für die anwesenden Familien nur mit Teamwork zu bewältigen ist. Für jede bestandene Aufgabe gibt es einen Stempel für die Familie, nach zehn erfolgreichen Aufgaben dürfen die Besucher bei der Tombola ihr Glück versuchen. Die Gewinne in der Tombola seien allesamt von lokalen Geschäften und Vereinen gestiftet worden. „Die Familien werden dazu gebracht hier gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten und müssen dafür nichts bezahlen, auch das ist ja eher selten geworden“, sagt Möller.

Selbstständigkeit fördern

Einen großen Stand auf der Wiese hat der Karbener Montessori-Kindergarten aufgestellt. Kinder des Alters eins bis sechs werden in der Kita nach dem Montessoriprinzip betreut. „Wir haben hier einige Spiele dabei, an denen sich Kinder ausprobieren können“, zeigt Simone Kraft vom Kindergartenteam.

Das Montessoriprinzip helfe Kindern schneller selbstständig zu werden und biete außerdem eine sehr familiäre und liebevolle Betreuung. Das wolle man den Familien an diesem Tag zeigen, sagt Kraft. Ein wenig abseits erregt eine schwarze Jurte Aufmerksamkeit.

Denn dichter Rauch zieht aus der Öffnung im Zelt. Der Pfadfinderstamm der „Grauen Drachen“ aus Burg-Gräfenrode ist auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Im Zelt wird Stockbrot geröstet, vor dem Zelt können Kinder auf einer Slackline balancieren, Unterstützung der Eltern ist erforderlich.

Bis nach Japan unterwegs

„Wir wollen hier natürlich Präsenz zeigen heute“, sagt Pfadfinder Thomas Rustler. Pfadfinder sei für Kinder und Jugendliche eine tolle Sache, denn: „Wir machen einmal im Jahr eine Großfahrt ins Ausland, zum Beispiel nach Schweden. Außerdem gehen wir auch Kanufahren in Norddeutschland, wir sind wirklich sehr aktiv.“

Einige der Pfadfinder seien kürzlich sogar in Japan beim Weltpfadfindertag gewesen. „Bei uns ist alles sehr freundschaftlich, außerdem kommt man der Natur viel näher“, so der graue Drache.

Auch der Bürgermeister will sich die Veranstaltung natürlich nicht entgehen lassen: „Ich finde, dass das ein tolles Fest ist, hier wird für die ganze Familie etwas geboten“, sagt Guido Rahn (CDU). Die Vereine hätten sich viel ausgedacht. „Es ist schön, diese Vielfalt zu sehen.“

So müssen die Familien am Stand des Arbeiter-Samariter-Bundes versuchen, einen Haken, der an mehreren Schnüren befestigt ist, so auszurichten, das Holzblöcke aufeinander gesetzt werden können. Die Freiwillige Feuerwehr lässt Kinder mit einem Wasserschlauch auf Ziele spritzen. Volltreffer!

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