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Das neue Team (von links): Ex-Tennisprofi Jürgen Faßbender, KSV-Tennisabteilungsleiter Christoph Schmidt und Tennisschulen-Inhaber Marco Kaestle.

Erstes Training am Sonntag

Neues Kapitel in Karben: KSV-Tennisabteilung startet gemeinsam mit Tennisschule in die Saison

Rund um das Tennisgelände des Karbener SV wird derzeit viel gearbeitet. Neben der Nidda-Renaturierung ist auch im Verein einiges passiert. Am Sonntag wird die Tennissaison eröffnet. Mit dabei ist die neue, in der Wetterau aber bekannte Tennisschule mit einem prominenten Unterstützer.

Karben - Es tut sich was beim Karbener Sportverein. Neben den Tennisplätzen laufen die Arbeiten zur Renaturierung der Nidda, aber auch auf dem roten Sand hat ein Umbau stattgefunden. Seit vier Monaten hat die Tennisschule "Tennis Move" von Marco Kaestle in Karben die Ausbildung der Tennisschüler übernommen. Am Sonntag stellt sie sich im Rahmen der Saisoneröffnung erstmals der breiten Öffentlichkeit vor.

Neben den Standorten in Florstadt, Friedberg und Oberursel ist Karben die mittlerweile vierte Niederlassung der Tennisschule. "Karben ist für mich der attraktivste Standort. Hier haben wir auch eine eigene Halle, das ermöglicht uns ein Ganzjahrestraining", sagt Kaestle. Seine Vision: Die Mitgliederzahl, aktuell liegt diese bei 329, auf "600, vielleicht 700 steigern".

Von 17 zu 2000

Das kommt beim KSV-Tennis-Abteilungsleiter Christoph Schmidt natürlich gut an. Im Fokus liege zwar die Jugendarbeit, doch beim KSV wolle man sich auch verstärkt um die 30- bis 45-Jährigen kümmern und diese ins Vereinsleben integrieren, sagt Schmidt. Dass Karben mittlerweile Frankfurter Einzugsgebiet sei, komme dem Plan entgegen. Schmidt will mittelfristig die zehn Freiluftplätze am Günter-Reutzel-Weg auch vormittags füllen. "Deshalb ist es uns als Verein wichtig, dass von der Tennisschule ganztags ein Ansprechpartner da ist", sagt Schmidt. Diese Anforderung erfüllt Kaestle. Der 30-Jährige hat vor sechs Jahren in Florstadt mit 17 Kindern begonnen, nun sind es rund 2000 Tennisspieler, die in 6450 Stunden betreut werden.

Einen Anteil daran hat auch Jürgen Faßbender. Der 71-jährige ehemalige Tennisprofi und Davis-Cup-Spieler lebt mittlerweile in der Wetterau und will sein Wissen weitergeben – sowohl als Trainer auf dem Platz als auch im Vereinsvorstand. "Wir wollen hier was bewirken. Ich möchte auch der Abteilungsleitung helfen, den Verein weiterzuentwickeln", sagt Faßbender. Seine Motivation: "Die kleinen Vereine kriegen vom Verband keine Unterstützung. Und es ist eine Dankbarkeit da", sagt Faßbender. Vor vier Jahren lernte er Kaestle beim TC Friedberg kennen, schnell wurde daraus eine Kooperation.

Ein Start mit einer neuen Tennisschule ist aber nicht immer leicht; Kaestle weiß um die Gefahren, wenn eine Tennisschule für einen Verein die Ausbildung verantwortet. "Oft wirkt es wie eine feindliche Übernahme", sagt der Tennislehrer. Auch deswegen war es KSV-Abteilungsleiter Schmidt wichtig, dass die Vereinstrainer von "Tennis Move" übernommen werden.

Lange Gespräche

Insgesamt stehen so neun Trainer zur Verfügung, die fünf Coaches der Tennisschule unterrichten im Hauptberuf. "Es waren viele Gespräche notwendig, bis wir uns final über die Übernahme der Trainer geeinigt hatten, aber so haben wir uns schnell gut kennengelernt", sagt Schmidt.

Die Angebote der Tennisschule sollen am Sonntag bei der Saisoneröffnung der KSV-Tennisabteilung an Info-Ständen und bei Schnupperkursen vorgestellt werden. Während die Bagger nebenan einen freien Tag genießen, beginnt auf der Tennisanlage des Karbener Sportvereins ein neues Kapitel.

von Erik Scharf

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