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Mehr als 200 Menschen auf der ganzen Welt, haben diesem Bild bereits Gefallen bekundet. Denn Klaus Stahlke zeigt es auf Instagram.

Karbener Hobbyfotograf

Klaus Stahlke zeigt auf seinem Instagram-Block seine schönsten Natur-Fotografien

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Ein Karbener Hobbyfotograf stellt ambitionierte Fotos von Karbens grüner Umgebung auf der Plattform Instagram ein. Karben mit anderen Augen gesehen, das ist „Lokalkolorit“ von Klaus Stahlke.

Eine alte Scheune wie dahin getupft, eine Waldlichtung erhellt von Sonnenstrahlen, ein Krähenschwarm über Streuobstwiesen, das sind nur einige der Bilder von Instagrammer Klaus Stahlke. „Lokalkolorit“ nennt er seinen Blog, in dem er Woche für Woche seine schönsten Fotos aus Karbens Feldflur und Wald einstellt. Mittlerweile sind es mehr als 380 Motive, die die Natur rund um Karben zu jeder Jahreszeit zeigen. „Viele posten Fotos von ihrer Familie und Freunden, von Reisen oder von den Blumen in ihrem Garten. Mein Motiv ist Karben und das reicht für meine vielfältigen Bildideen “, sagt Stahlke zu seinem Anliegen.

Im Januar 2017 hat sich Stahlke mit eigenem Profil auf Instagram angemeldet und freut sich seitdem über jeden Klick, den seine Fotos erzielen. Im Schnitt sind es 200 „Likes“ bei etwa 700 Followern, und auf diese positiven Reaktionen ist der Hobbyfotograf stolz. „Viele haben Vorurteile der Teenie-Plattform gegenüber, aber für mich ist es eine elegante Möglichkeit, mit meinen Fotos international zu kommunizieren und bemerkt zu werden“, sagt er. Und klar, das motiviere auch, dran zu bleiben. Denn wozu Fotos machen, wenn sie nur als Datei in den Tiefen des Computers verschwinden und von niemanden gesehen werden. Auf Instagram würden dagegen die Fotos „geteilt“, gebe es „Abonnenten“, also Interessierte und Kommentare zu seinen Fotos.

Typische Postkartenmotive sucht man bei Stahlke vergeblich, denn sein Blick ist künstlerisch geprägt. Der nachdenklich wirkende, ruhige Karbener möchte nicht einfach die Realität abbilden, sondern Stimmungen, Farben, Formen, Kontraste, Details. „Es gibt so viel Schönes in der Natur, in der näheren Umgebung, im Vertrauten zu entdecken. „Kunst ist überall“, erklärt er und knüpft an Ambitionen an, die er in jungen Jahren hatte. Denn damals hatte er damit geliebäugelt, Fotograf zu werden oder Kameramann. Vielleicht Architektur zu studieren. Doch dann war es die Informatik, die ihn noch mehr anzog und bis heute beruflich einspannt.

Seinen Fotoapparat, eine kleine handliche Lumix GM 5, hat er immer dabei, wenn er am Wochenende den Feldweg durch die Streuobstwiesen zwischen Klein-Karben und Rendel einschlägt oder die Richtung hinauf zum Karbener Wald nimmt. Auch die Nidda mit ihren Uferwegen liebt er. Was er auf diesen Spazierwegen sieht, was ihn fasziniert, berührt und ihm wert erscheint, auch anderen zu zeigen, ist auf Instagram zu sehen. Zeit nimmt er sich zum Fotografieren, denn der einzige, der manchmal ungeduldig wird, ist sein Begleiter, ein kleiner Hund.

Mit seiner Kamera ist der Hobbyfotograf sehr zufrieden. „Der Sensor ist für die kleine Kamera relativ groß. Das ermöglicht mir, Fotos von hoher Bildqualität zu schießen und dabei mit der Tiefenschärfe zu spielen und Motive freizustellen“, erklärt Stahlke. Viele seiner Fotos sind kaum bearbeitet, aber mit wachsender Erfahrung und künstlerischem Ehrgeiz setzt Stahlke auch ein Bildbearbeitungsprogramm ein. Um bestimmte Ergebnisse zu erzielen, wie etwa den dahin segelnden Storch vor einem tiefgrünen Hintergrund, arbeitet er mit Ebenen und überlagert Fotos.

Kameras hat Stahlke schon viele gehabt. In jungen Jahren fotografierte er mit einer Miranda Sensomat, einer Spiegelreflexkamera, die schon längst vom Markt verschwunden ist. Später fotografierte er mit Olympus-Modellen und entwickelte Fotos daheim in der Dunkelkammer. Wobei die Dunkelkammer das Bad war, in dem genug Platz für alle Gerätschaften und für die Leine war, auf die er die Fotos zum Trocknen anklammerte. Doch dann blieb die Kamera lange Jahre so gut wie ungenutzt, zumindest aus Sicht des ambitionierten Hobbyfotografen von heute.

Denn in der Familienphase standen andere Dinge im Vordergrund. Doch seitdem lange Spaziergänge bei Wind und Wetter zum Programm geworden sind, ist die Kamera immer dabei. Und mit jedem Bild wächst die Zahl seiner Follower und damit der Blick auf Karbens natürliche Schönheit.

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