Initiative

Köstlichkeiten sollen in die Wetterau locken

  • schließen

Der Wetteraukreis will sich im bevölkerungsstarken Rhein-Main-Gebiet kulinarisch an der Spitze positionieren. Dazu ist jetzt ein neues Projekt gestartet. Das soll beispielsweise helfen, die 35 Gastronomien entlang der Nidda-Route modern und ansprechend zu bewerben.

„Die Wetterau – von Natur aus lecker.“ Mit diesem Slogan wirbt der Verein Wetterauer Landgenuss. Dessen Mitglieder sowie andere Gastronomen und Lebensmittelerzeuger arbeiten Hand in Hand, damit ihre Kunden regionalen Genuss erleben. Um sich kreisweit besser zu vernetzen, hat ein Projektteam aus vier Partnern nun ein kostenloses Angebot für Gastronomen erarbeitet. Dies wurde in einer Auftaktveranstaltung in der Keltenwelt am Glauberg unter dem Titel „Gemeinsam Gäste gewinnen – Qualitätsgastronomie in der Wetterau“ vorgestellt.

Es geht dabei um Lebensqualität in der Region, um Wertschöpfung, Standortvorteile, aber auch um Vertrauen und darum, sichtbare Netzwerke zu schaffen. Um das zu erreichen, möchten die Gesellschaft Tourismus-Region Wetterau, der Deutsche Hotel- und Gastronomieverband Wetterau, der Verein Wetterauer Landgenuss und der Wetteraukreis die Gastwirte unterstützen. Eine mehrteilige Veranstaltungsreihe mit Experten und Restaurantbetreibern soll helfen. Themen wie Fachkräfte, Digitalisierung oder Vertrieb und Marketing stehen im Fokus.

Reiner Neidhart aus Karben, Vorsitzender des Vereins Landgenuss, ist voller Tatendrang. Vor 15 Jahren trafen sich vereinzelt Gastronomen erstmals für Gespräche, vor vier Jahren hat sich der Verein gegründet. „Heute haben wir sichtbare Netzwerke geschaffen, nehmen an Messen wie der Grünen Woche in Berlin teil, haben ein Kochbuch geschrieben und veranstalten Aktionswochenenden“, sagte er. Auch Nachbarlandkreise profitierten von ihren Erfahrungen. Der Verein stemmt etwa 30 Veranstaltungen jährlich.

Wie Neidhart erklärte, geht es den Gastronomen um Transparenz und darum, Lebensmittel wertig, also ohne Zusatzstoffe zu verarbeiten. „Wir haben schon vor dem Vereinszusammenschluss die Erzeuger gekannt, aber nicht die Besonderheiten ihrer Produkte. Das hat sich geändert. Jetzt profitieren wir von Direktvermarktung vor der Haustür“, sagte Neidhart.

Cornelia Dörr, Geschäftsführerin der Tourismus Region Wetterau, betonte, dass der Großraum Frankfurt ein Millionenpublikum biete. „Diese Menschen suchen Naherholung und entsprechende gastronomische Angebote“, sagte Dörr. Niddaroute, Lutherweg oder Bonifatius-Route würden stark frequentiert.

An der Niddaroute werden derzeit deshalb Schilder mit Motiven für verschiedene Bereiche wie Radweg, Essen oder Übernachtung positioniert. Dies soll 2019 abgeschlossen sein. „Etwa 35 gastronomische Betriebe befinden sich an der Niddaroute“, sagte Dörr. In der Zusammenarbeit von Erzeugern und Gastronomen sei es insgesamt aber vor allem wichtig, auf vielen Kanälen digitale Präsenz zu zeigen.

„Die Marketingstrategie spielt eine wesentliche Rolle“, sagte auch Landrat Jan Weckler (CDU). Er sprach die Nachfolgefrage, das Gasthaussterben und die fehlenden Fachkräfte an.

Neidhart möchte Patenschaften unter Köchen entwickeln. „Wir planen für 2019 ein Restaurantfestival“, kündigte er an. Daniel Tress, geschäftsführender Gesellschafter eines Bio-Unternehmens in Hayingen, Schwäbische Alb stellte sein Unternehmen vor. Er plädierte für den gegenseitigen Austausch. Der zweite Termin des Projekt findet am 5. Februar statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare