Kultur wirft ihre Netze aus

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Der Kultursommer Mittelhessen macht dieses Jahr auch in der Stadt Karben Station. Einen Tag lang werden auf dem Gelände des historischen Selzerbrunnens Musik, Kunst und Kultur zu erleben sein. Vier Partner haben sich für das außergewöhnliche Projekt zusammengetan.

Im Boot sitzen diesmal das Jugendkulturzentrum (Jukuz) die Kulturscheune (KSK), die Kultur Initiative Karben (KIK) und die Musikschule Karben / Bad Vilbel. „Wir wollen uns mit dem Fest am 14. Juni gemeinsam präsentieren, jeder mit seinem ureigenen Genre“, erklärt Tobias Ludig vom Fachbereich Kinder- und Jugendarbeit, Kultur und Sport.

Jeder der beteiligten Partner nutzt seit langem die Räume am Selzerbrunnen für eigene Musik- und Theaterevents, kulturelle Bildung und Begegnung. Mit dem Fest solle sichtbar werden, was dort alles passiere, sagt Ludig – ob im Haus, in der Scheune oder auf dem Außengelände. Ziel sei es, Kultur miteinander zu gestalten, Begegnungen mit Künstlern zu ermöglichen und über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Die Vielfalt auf dem Fest von 11 bis 23 Uhr, bei freiem Eintritt, ist groß: Musik verschiedener Richtungen, Sänger und Songwriter, Varieté mit Jonglage und Zauberei, die Bildhauerwerkstatt am Eishaus, Theater vergangener Kinderplaneten und historische Führungen für alle Generationen.

„Jeder bietet an, was er am besten kann“, sagt Ludig und erhofft sich eine Langzeitwirkung. Nach erklärtem Wunsch aller Partner soll das Fest keine Eintagsfliege bleiben, und vielleicht der Beginn einer Serie gemeinsamer Veranstaltungen sein. Die Idee zum „Fest am Selzerbrunnen“ sei vor einem dreiviertel Jahr auf einer „Hausversammlung“ geboren worden, wird erzählt. Der Vorschlag von Elfi Stenger (KIK), die auf Erfahrung vom KIK-Jubiläumsfest vor fünf Jahren „Alles fließt“ am Selzerbrunnen zurückgreifen kann und in diesem Jahr das 20. Bestehen feiert, stieß auf große Zustimmung.

Das Konzept wurde in mehreren Treffen erarbeitet und als Beitrag für den Mittelhessischen Kultursommer eingereicht. Mit Erfolg, und so sind die Initiatoren stolz, zum Teil des überregionalen Events zu werden. Sie können nun auch mit Fördergeldern rechnen, denn dreißig Prozent der Gesamtkosten werden bezuschusst.

Karbener und Kulturinteressierte aus der Region können sich nun auf außergewöhnliche Ereignisse freuen. Abgerundet wird das Angebot durch ein breites kulinarisches Programm. Historische Führungen über das Gelände will das Jukuz anbieten. Dabei will es auch das Motto

„Born to be in Karben“

begreifbar machen. „Born“ ist ein althochdeutscher Begriff für „Brunnen“, und der Selzerbrunnen in Karben liefert seit in alter Zeit Brunnenwasser von guter Qualität, das zum Trinken und Kuren genutzt wurde.

Hohe Erlebnisqualität wird nach Meinung der Jukuz-Mitarbeiter auch die Wiederbegegnung mit Spielfiguren des Kinderplaneten haben. Außerdem wird das Spielmobil mit Wasserrutsche anrollen, und das frisch renovierte „Jugendcafe“ öffnet seine Türen. Der durch Konzerte bekannt gewordene Verein Kulturscheune kündigt den Auftritt einer Band mit Musik der Sechziger an. Er lädt auch Songwriter ein, sich mit Liedern und der Gitarre selber zu präsentieren.

Die Musikschule öffnet Übungsräume und lässt Instrumente ausprobieren. Schülerbands treten auf, und die KIK veranstaltet einen Workshop mit Andy Gebhardt, der anschließend auf einer Bühne mit Jonglagen verblüfft. Die Partner des Kulturfestes werden überall zu sehen und zu hören sein.

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