Großbaustelle

Marode Straße in Petterweil wird 2019 saniert

Im kommenden Jahr steht auch den Petterweilern eine Großbaustelle ins Haus. Dann wird Hessen Mobil die Alte Heerstraße sanieren. Und der Wetteraukreis will, ebenfalls im Jahr 2019, die Kreisstraße erneuern. Auch auf die Stadt kommt viel Arbeit zu.

Als zuletzt die Ortsdurchfahrten in Groß-Karben und Rendel saniert wurde, hatten die Anwohner monatelang eine Großbaustelle zu ertragen. Aber heute sind sie glücklich, dass sie eine sanierte Straße haben. Den Klein-Karbenern steht das ab diesen Sommerferien ins Haus.

Genauso wird es in Petterweil laufen – im kommenden Jahr. Durch den Stadtteil verläuft die Landesstraße 3352, die Alte Heerstraße. Wie Erster Stadtrat Friedrich Schwaab (CDU) in der jüngsten Ortsbeiratssitzung berichtete, werde das Land die Fahrbahn sanieren und die Stadt die Gehwege. „Wir werden an vielen Stellen die Bordsteine absenken und die Bushaltestellen barrierefrei umgestalten“, erklärt Schwaab.

Man werde bei der Neugestaltung der Straße „auch mehr in die Einmündungen hineingehen und diese etwas aufweiten“. Gleichzeitig werde die Sanierung zum Anlass genommen, die Kanäle zu

überprüfen.

Laut Ortsvorsteher Adolf Koch (SPD) sind alle Kanäle unter der Alten Heerstraße „defekt und nicht mehr reparabel“. Das würde aber einen erheblichen Sanierungsbedarf bedeuten.

Genau das will die Stadt laut Schwaab aber erst überprüfen. Laut dem technischen Betriebsleiter der Stadtwerke, Michael Quentin, müssten rund 150 Meter Kanal in offener Bauweise im Bereich Alte Heerstraße, Martinskirchgasse erneuert werden.

Während der Kanal nach jetzigem Stand „nicht so schlecht“ aussehe, sei das mit den Wasserleitungen anders. Laut Quentin muss die Wasserleitung „auf mindestens 400 Metern in offener Bauweise“ saniert werden, es könnten auch maximal 625 Meter werden. Die Prüfung hierzu laufe gerade. Sicher sei der Abschnitt zwischen Berenger Straße und Sauerbornstraße, der erneuert werden muss: ungefähr 370 Meter.

Laut Stadtrat werden die Gehwege gleich breit bleiben – wie jetzt. Außerdem kündigt er an, der Wetteraukreis wolle ebenfalls im nächsten Jahr auch die Sauerbornstraße sanieren. Zeitgleiche Arbeiten auf allen Hauptstraßen aber will Bürgermeister Guido Rahn (CDU), in Petterweil „unbedingt vermeiden“.

Zu schwierig werde die Verkehrsführung, wenn der gesamte örtliche Verkehr über Nebenstraßen wie die Schlossstraße mit ihrer Engstelle geleitet werden müsse. Hinzu komme, dass 2019 bereits Bauarbeiten in noch zwei weiteren Ortsdurchfahrten – in Klein- und in Groß-Karben – laufen sollten.

Eine vierte Großbaustelle mag der Bürgermeister den Karbenern nicht zumuten, zumal dies auch den Stadt-Etat erheblich belasten würde. Denn stets ist die Kommune mit im Boot: Sie muss das Erneuern der Gehwege und Haltestellen bezahlen.

Aktuell laufen im Rathaus die Planungen für Petterweil. Sobald nähere Informationen vorliegen, werde man diese dem Ortsbeirat und der Öffentlichkeit vorstellen. Das gelte ebenso für den zweiten Bauabschnitt in Groß-Karben, der ebenfalls im Jahr 2019 gebaut werden solle. Auch dort seien bereits Kanalbaumaßnahmen vorbereitet. Zuguterletzt seien 2019 noch der letzte Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt Klein-Karben – zwischen Kreisverkehr und Gehspitze – und der letzte Abschnitt in Rendel –die Dorfelder Straße – geplant.

Mit dem Kreis will Guido Rahn nun das Gespräch suchen, damit die Sauerbornstraße erst 2020 in Angriff genommen wird und 2019 „nur“ die Alte Heerstraße erneuert wird. „Ich denke, der Kreis wird nicht böse sein, wenn er erst ein Jahr später dort aktiv werden soll.“

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