227 Musiker aus Karben beim Wettstreit

Großes Gedränge gab es vor kurzem am Busparkplatz der Kurt-Schumacher-Schule. Nicht etwa ein normaler Schultag, sondern ein Samstag, an dem sich 227 Karbener Musiker mitsamt ihren Instrumenten

Großes Gedränge gab es vor kurzem am Busparkplatz der Kurt-Schumacher-Schule. Nicht etwa ein normaler Schultag, sondern ein Samstag, an dem sich 227 Karbener Musiker mitsamt ihren Instrumenten in fünf Busse zwängten, um gemeinsam zum Wertungsspiel des Hessischen Musikverbandes (HMV) aufzubrechen.

Voller Erwartungen und Vorfreude fuhren die beiden Bläserklassen, die Jugendorchester Aeroflott, Intermezzo und Attacca gemeinsam mit dem sinfonischen Blasorchester der Stadtkapelle Karben zum Wertungsspiel des Musikverbandes nach Frankenberg. Die beiden Bläserklassen bildeten dabei zusammen ein Orchester, als auch die drei Jugendorchester. So hatten sich diese drei Karbener Orchester frühzeitig in den drei Schwierigkeitsgraden 1, 2 und 3 zum Wertungsspiel angemeldet.

Penibel und voller Ehrgeiz wurden die Pflicht- und Wahlstücke geübt. Immer wieder gab es technische Feinheiten zu verbessern, die Intonation sauber zu halten und den musikalischen Ausdruck zu verfeinern, zumal vor allem die Jugendorchester nur wenige gemeinsame Probentermine hatten. Im Wertungsbericht wurde die Auswahl der Musikwerke später dann besonders gelobt, waren doch alle Stücke sowohl im Schwierigkeitsgrad passend zu den Orchestern ausgesucht, als auch von hoher musikalischer Qualität.

Bei der Ankunft in Frankenberg gab es zunächst staunende Augen der übrigen teilnehmenden Orchester, als sich die Karbener Menge aus Menschen und Instrumenten aus den Bussen ergoss und sich in Richtung Einspielräume bewegte. Dort zeigte sich schnell, wie toll generationenübergreifende Gemeinschaft funktioniert – vom über 70-jährigen Routinier bis zur aufgeregten elfjährigen Schülerin half jeder jedem und alles klappte reibungslos. Wunderbar auch die Organisation. Den drei Orchestern wurde ein Scout zur Seite gestellt, der sich unter den freundlichen Karbenern sofort wohl fühlte.

Konzentriert waren dann alle bei den Vorträgen der anderen Orchester. Besonders dem Pflichtstück in der Kategorie drei mit dem größten Teilnehmerfeld wurde kritisch gelauscht. Natürlich war der Applaus bei den Karbener Vorträgen immer besonders laut, schließlich lauschten aufmerksam alle Karbener den jeweiligen Vorträgen der „eigenen“ Orchester.

Die Jury, bestehend aus drei Preisrichtern, ließ sich davon aber nicht beeindrucken – sie notierte eifrig Gelungenes und auch weniger Gelungenes in ihren Wertungsberichten. Allen Juroren lagen dafür die Partituren der jeweiligen Stücke vor.

Die Dirigenten wurden nach jeweils drei Vorträgen zu den Wertungsrichtern gerufen, um ein direktes Feedback zu bekommen. Besonders anerkennend wurde dabei insgesamt die musikalische Blasorchesterarbeit in Karben gelobt. Die außergewöhnliche große Anzahl an gut musizierenden Teilnehmern in den verschiedenen Schwierigkeitsstufen wurde hervorgehoben, und es wurden viele Tipps zur weiteren Arbeit gegeben. Details wurden in einer schriftlichen Expertise festgehalten – diese wurde einige Tage nach dem Wertungsspiel den Orchestern zugesandt.

Dann ging es zur Schlussveranstaltung und Ergebnisverkündung. Und dabei gab es Anlass für Freude und Stolz aus Karbener Sicht: Die Mühe hatte sich nämlich gelohnt. Selbst kleine „Kratzer“ konnten dem Glanz der Darbietungen nicht schaden. Und so griffen die Juroren in den Punkteskalen hoch und bewerteten alle Beiträge aus Karben mit „sehr gut“! fnp

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