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Technischer Defekt

Nach Hühnerstall-Brand in Karben: Staatsanwaltschaft sieht keinen Anlass für Strafverfahren

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Die Ermittlungen haben ergeben, dass ein technischer Defekt wahrscheinlich Schuld an dem Brand auf dem Margarethenhof hat. Bei dem Brand waren 5000 Hühner gestorben, zwei Hühnerställe brannten komplett aus. 

Die Tierschutzorganisation Peta hat nach eigenen Angaben Strafanzeigen gegen Familie Kliem aus Kloppenheim nach dem Brand mit rund 5000 verendeten Hennen in einem der Hühnerställe des Margarethenhofs vom vergangenen Freitag gestellt. Davon weiß aber die zuständige Frankfurter Staatsanwaltschaft nichts: „Ich habe da kein Verfahren vorliegen“, erklärt Oberstaatsanwältin Nadja Niesen. 

Sie wisse aber auch nicht, wo Peta die Anzeige gestellt habe. Außerdem sieht Niesen keinen Anlass für eine solche Strafanzeige: „Warum? Laut Ermittlungen hat es doch einen technischen Defekt gegeben.“ 

Bilderstrecke: So sieht es auf dem Hühnerhof in Karben nach dem Brand aus

 © Dennis Pfeiffer-Goldmann
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Das hatte die Kripo Friedberg bereits am Mittwoch mitgeteilt, nachdem die Brandermittler an der Brandstelle außerorts zwischen Dortelweil und Kloppenheim waren. Demnach schließen die Ermittler sowohl Brandstiftung als Ursache aus wie auch einen Defekt an der Solaranlage, die auf dem Dach des Gebäudes montiert war. 

Als Begründung für die Anzeige erklärt Peta: „Angesichts der unzureichenden Brandschutzmaßnahmen wurde möglicherweise billigend in Kauf genommen, dass die Hühner bei einem Feuer qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen.“ Das teilte der Verein in einer Mitteilung von Vereinssprecherin Katharina Wicke am Mittwoch mit. Landwirt Karl Wilhelm Kliem lehnt einen Stellungnahme zum Vorgehen von Peta ab: „Dazu sage ich besser nichts.“

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