Kritik an Sauberkeit

Neue Bestattungsform auf Friedhof: Urnenrondell für Petterweil

Urnenrondelle kommen immer mehr in Mode: Rund 80 Prozent der Bestattungen in Karben sind aktuell Urnenbestattungen. Da wundert es nicht, dass auf den Friedhöfen Platz für Urnen benötigt wird.

Urnenrondelle kommen immer mehr in Mode: Rund 80 Prozent der Bestattungen in Karben sind aktuell Urnenbestattungen. Da wundert es nicht, dass auf den Friedhöfen Platz für Urnen benötigt wird. Während auf dem Groß-Karbener Friedhof gerade das zweite Urnenrondell angelegt wurde und auch Burg-Gräfenrode eins bekommen hat, soll nun Petterweil dran sein.

Wie Erster Stadtrat Friedrich Schwaab (CDU) während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Petterweil informierte, soll dort ein Rondell für 60 Urnen angelegt werden. „Doppelbelegungen sollen möglich sein“, sagte er. Eine Besonderheit erhält das Petterweiler Urnenrondell für dessen Mitte: eine Stele aus Holz. Das Motiv lautet „Träne“; der heimische Künstler Leo Streukens arbeitet es aus alten Bänken der katholischen Kirche Petterweils. „Die Stele spendet er dann der Stadt“, lobte der Stadtrat.

Die Neuigkeiten für den Petterweiler Friedhof waren aber Auslöser für Kritik am Pflegezustand. Anwesende meldeten sich und monierten, dass sowohl die Wege als auch das Grün ungepflegt seien. Schwaab gab zu, dass „zurzeit alle Friedhöfe nicht so schön aussehen“. Der Bauhof sei aktuell mit vielen Arbeiten befasst. Das Problem sei erkannt, weshalb das Stadtparlament auch 20 000 Euro bereitgestellt habe, mit denen Fremdfirmen beauftragt werden könnten, das städtische Grün und die Friedhöfe zu pflegen und somit den städtischen Bauhof zu unterstützen.

Ortsvorsteher Adolf Koch (SPD) kritisierte gleichfalls das Aussehen des Friedhofs, hatte allerdings dabei mehr die Gräber gemeint. „Es gibt viele ungepflegte Gräber, die sehen nicht gut aus.“ Er appellierte an Friedhofsbesucher, die ungepflegten Gräber an Frau Carmen Rühl von der Stadtverwaltung unter Telefon (0 60 39) 48 13 30 zu melden.

Und der Stadtrat forderte die Bürger dazu auf, der Stadt diejenigen zu melden, die ihren Hausmüll in den Papierkörben auf den Friedhöfen entsorgen. „Das ist keine Denunziation“, sagte Schwaab weiter, „sondern notwendig, damit das eingedämmt werden kann“. Schließlich müsse die Allgemeinheit die zusätzliche Entsorgung des Hausmülls bezahlen.

(red)

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