Mitmach-App

Die Nidda für’s Smartphone

Die Renaturierung der Nidda in Karben und Bad Vilbel geht voran: Verschiedene Institute erforschen den Fluss und das umliegende Land, denn das Gewässer birgt noch immer Geheimnisse. Nun kann aber auch die Bevölkerung mitforschen.

Die Nidda und ihre Zuflüsse in Taunus, Vogelsberg und Wetterau sind auf dem Weg zu einem guten ökologischen Zustand. Um die Gewässerqualität weiter zu verbessern, sind auch die Bürger zur Beteiligung aufgerufen. Mit der neuen Mitmach-App „NiddaLand“ können nun alle Naturinteressierten ihre Beobachtungen teilen, sich austauschen und dazu beitragen, dass ein großer Wissensfundus entsteht.

Die App wird von der Website „NiddaLand“ begleitet, wo auf einer interaktiven Wissenslandkarte alle Beobachtungen angesehen und kommentiert werden können (). „Mit der App ,NiddaLand’ kann jeder seine Erlebnisse und Beobachtungen an der Nidda und ihren Zuflüssen im Internet veröffentlichen. Seien es nun Tiere, Pflanzen oder Umweltbelastungen“, freut sich Landrat und Naturschutzdezernent Joachim Arnold. „Damit können Bürgerinnen und Bürger zeigen, was ihnen wichtig ist und sich aktiv am Forschungsprojekt beteiligen“, ergänzt Oliver Schulz vom ISOE, dem Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt. Das ISOE ist im Forschungsverbund „NiddaMan“ unter der Leitung der Goethe-Universität vor allem für den Dialog der verschiedenen Interessengruppen zuständig und betreibt „NiddaLand“ seit September 2016.

An dem Projekt zu einem nachhaltigen Wasserressourcenmanagement sind auch verschiedene Wasserbehörden beteiligt, darunter auch die Fachstelle Wasser- und Bodenschutz des Wetteraukreises.

’NiddaLand’ ermöglicht auch den Austausch untereinander. So können Nutzer auf der Homepage über eine Kommentarfunktion zu den Beobachtungen anderer Nutzer Stellung nehmen. Wer etwa eine Tierart entdeckt, die ihm nicht bekannt ist, kann ein Foto davon hochladen und die Community befragen. Aber auch Radwege, besonders schöne Landschaften oder selbst gemessene Wasserwerte können geteilt werden, ebenso Beobachtungen zu Umweltbelastungen.

Für die Beobachtungen stehen neun Kategorien zur Verfügung. So können Vogelliebhaber die Kategorie „Tierbeobachtung“ wählen, während Freizeitsportler mit Hilfe der Wissenslandkarte auch Tipps zu schönen Streckenabschnitten geben und bekommen können.

Die „NiddaLand“ App ist im Google Playstore und im Apple App Store verfügbar. Bis Mitte Dezember hatten sich bereits 60 Nutzer registriert und Beobachtungen zu Gewässerabschnitten an der Nidda, ihren Zuflüssen und dem Umland geteilt.

(fnp)

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