Okarben feiert in allen Farben

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Endlich geht es los: Helau und „Wollen wir sie reinlassen“ heißt es kommenden Samstag in Okarben. Mit einem spritzigen und höchst unterhaltsamen Programm startet die Sport- und Kulturgemeinschaft SKG in die närrische Saison. Bei der jüngsten Generalprobe konnte man schon einen neugierigen Blick voraus werfen.

Fesche Mädels im Dirndl wiegen sich in den Hüften, die Kerle klatschen sich auf die Lederhosen. Dazu singen sie zur Melodie des bekannten Schlagers „Wenn der Maibaum wieder auf dem Dorfplatz steht und sich alles um die Madeln dreht“. Das sind die Konfettis in Hochform. Mit ihrer anschließenden Interpretation von „Rock mi“ bringen sie den Saal zum Kochen.

Die gemeinsame Hüttengaudi der acht Mädels und des einen Mannes (André Hau) hat ihre Generalprobe bestanden. Die Zuschauer sind begeistert, der vierköpfige Sitzungsrat ist ebenfalls angetan. Fast eine Viertelstunde lang haben die Konfettis gesungen (Playback), getanzt und alpenländische Stimmung in den Saal geholt. Zum Jodeln sozusagen. Und als dann noch André das Lied anstimmt „Resi, i hol di mit mei’m Traktor ab“, bleibt kein Auge trocken.

Die SKG Okarben hat auch in diesem Jahr ein Programm auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen kann. Elferrat und Garde werden einmarschieren, die Tanzmäuse über die Bühne wirbeln, Konfettis, Prosecco-Drosseln und das Männerballett für die besonderen Effekte sorgen.

Hinzu kommen Einzeldarsteller in der Bütt, die sich über den Gelben Sack lustig machen oder als royale Liebhaber outen (beides Heidi Reuther). Mit Nicola und Tobias stehen diesmal zwei Nachwuchstalente auf der Bühne, die ihre „Abrechnung mit Erwachsenen“ vortragen. Und ob „Brigitta und Bernd“ (Brigitte Vancura und Bodo Naujokat) reif sind für eine Ehe-Therapie, darüber kann sich jeder selber nach ihrer akrobatischen Liebeserklärung eine Meinung bilden.

Dem Geschehen sieht schmunzelnd Bennett Bienstock zu, Sitzungspräsident und Mitglied des Elferrats. „Die Mischung macht’s“, meint er. Bienstock freut sich darüber, dass die Strategie seiner Karnevalsabteilung wohl aufgeht.

Die SKG-Faschingshelden setzen ganz auf den eigenen Nachwuchs, fördern Tanzgruppen und lassen der Kreativität ihrer Mitglieder viel freien Raum. Was schon in den Vorjahren bejubelt wurde, die Auftritte in fantasiereichen Kostümen, viel Tanz, Musik, Playback-Gesang und Comedy-Effekte, hat sich in diesem Jahr noch verstärkt.

„Das sind alles unsere eigenen Mitglieder, wir haben keine auswärtigen Karnevalisten engagiert“, betont Bienstock und sieht darin das Erfolgsgeheimnis der SKG. Damit die Qualität darunter nicht leidet, wacht als letzte Instanz über allem der vierköpfige Sitzungsrat. Er legt den Ablauf aller Nummern fest und steht für das stimmige Gesamtkonzept.

Die Tanzmäuse im Kinder- und Jugendlichenalter sowie auch die klassische Tanzgarde üben hierzu das ganze Jahr über. Weitere Erwachsene machen zum Beispiel bei den Konfettis mit, den Prosecco-Drosseln, Maxi-, Mega- und Oldie-Mäusen.

Als Blues-Brothers tritt wieder ein Männerballett auf, wahrt damit die Tradition. Im stimmigen Kostüm mit weißen Socken und Oberhemd, schwarzem Sakko und schwarzen Krawatten rocken sie über die Bühne. Dass die Boys mit ihren schwarzen Sonnenbrillen nicht aus dem Takt kommen, dafür haben Heidi Reuther und Iris Frech gesorgt.

Sommer, sonnigen Strand, viel arrivederci, schnuckelige Sahnestücke und dazu den Auftritt eines feurigen Mexikaners mit Sombrero bieten die vier Prosecco-Drosseln mit männlichen Partnern auf ihrer „Musikalischen Weltreise“. Nur schade, dass der schönste Urlaub auch einmal zu Ende geht. Die Gameboy-Tanzschau mit den 20 Maxi-Mäusen ist so rasant wie ihr Name verspricht.

Weltmeisterlich und „fußballfantastisch“ zeigen sich Oldie-Mäuse. Sie lassen ein Fußball-Weltmeister-Feeling aufleben, das im großen WM-Finale mündet, vier Sterne auf dem Trikot eingeschlossen. Auch der Karnevalsorden der SKG zeigt in diesem Jahr die vier glitzernden Sterne der Fußball-WM. Einziger Wermutstropfen: Nur wer schon Karten ergattert hat, wird diese Sitzung erleben können. Denn an allen Abenden, heißt es, ist schon ausverkauft – außer bei der Seniorensitzung.

Die Premiere ist für diesen Samstag, 24. Januar, 20 Uhr, angekündigt. Ausverkauft heißt es auch für alle darauf folgenden Sitzungen am 30., 31. Januar, 6. und 7. Februar im Bürgerhaus Okarben. Am Sonntag, 25. Januar, ist Seniorensitzung um 14 Uhr. Es gibt keinen Vorverkauf, der Eintritt kostet sieben Euro. Zum Abschluss ist am 17. Februar, 15 Uhr, Kinderfasching anberaumt.

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