Übergangslösung

Post sucht neuen Partner für Rendel

Nach der Schließung des Rendeler Kiosk in der Klein-Karbener Straße können die Bürger zwar weiterhin in ihrem Stadtteil zur Post gehen. Die Öffnungszeiten wurden jedoch stark reduziert. Die Gemeinde und die Deutsche Post suchen nach einer schnellen Lösung. Bis dahin müssen die Rendeler mit einer Übergangslösung leben.

Seit Anfang des Jahres müssen sich die Rendeler mit eingeschränkten Öffnungszeiten der Postfiliale in der Klein-Karbener Straße 21 zufrieden geben. Susanne Jost, die 2014 den Kiosk samt Poststelle von Birgit Grund übernahm, kann das Lädchen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterführen.

Susanne Jost ist diese Entscheidung sehr schwer gefallen. „Mir hat die Arbeit im Kiosk so viel Spaß gemacht. Ich hatte tolle Kunden, die mir sehr fehlen werden“, sagt sie.

Denn der Kiosk samt Post war nicht nur für die Rendeler eine Anlaufstelle. Auch über die Ortsgrenze hinaus kam Kundschaft aus Niederdorfelden und Gronau, berichtet Jost. Als Übergangslösung eröffnete die Post am 2. Januar eine Filiale in den ehemaligen Räumlichkeiten von Susanne Jost. Das Unternehmen betreibt den Standort nun in Eigenregie und mit geänderten Öffnungszeiten.

Geöffnet ist montags bis freitags von 15 bis 17 Uhr sowie samstags von 11 bis 12 Uhr. Für die Rendeler eine große Umstellung, da sich die Öffnungszeiten von vormals acht Stunden nun auf zwei Stunden täglich minimiert haben. Viele Bürger müssen nun auf die Postfiliale in Klein-Karben ausweichen. Die Filiale in der Rathausstraße 30 hat zwar länger geöffnet, ist jedoch für die Rendeler nicht mehr fußläufig zu erreichen. Vor allem für Ältere ist das ein Problem.

„Das missfällt den Leuten natürlich“, weiß auch der Rendeler Ortsvorsteher Ehrhard Menzel (CDU). Ihm sei schon mehrfach zugetragen worden, dass die Bürger mit der jetzigen Situation unzufrieden sind. Deshalb habe man die Problematik auch auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ortsbeirates am Donnerstag gesetzt. „Wir wollen eine Lösung finden“, sagt Menzel.

Auch die Post versuche, eine Nachfolgelösung für Rendel zu erarbeiten, sagt Post-Sprecher Stefan Heß. Bisher habe man noch keinen geeigneten Partner für eine Kooperation in Rendel gewinnen können. Die Suche laufe aber weiter.

„Sobald wir einen geeigneten Partner gefunden haben, werden sich auch wieder die Öffnungszeiten verbessern“, verspricht Heß. Einen Partner zu finden sei vor allem in kleinen Gemeinden nicht immer einfach. In einer Verordnung der Deutschen Post wird vorgeschrieben, dass in allen Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern mindestens eine stationäre Post-Einrichtung vorhanden sein muss.

Laut der Post eignen sich als Kooperationspartner vor allem Einzelhändler – so könne man längere Öffnungszeiten der Post-Filialen sicherstellen. Vor allem in Gemeinden mit schwacher Infrastruktur sei es jedoch immer schwieriger, solche Partner zu finden.

Ortsbeirat bespricht Problem

Der Ortsbeirat Rendel tagt am

Donnerstag (15. Februar) ab 20 Uhr

im Feuerwehrgerätehaus (Erster Stock) in der Heinrich-Steih-Straße.

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