Groß-Karbener Friedhof

80 Prozent der Bürger werden in Urnen bestattet

Der Trend zur Urnenbestattung ist ungebrochen. Das geht aus Zahlen hervor, die Bürgermeister Guido Rahn in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Groß-Karben genannt hat.

Von 42 Beerdigungen im Jahr 2017 auf dem Groß-Karbener Friedhof seien 80 Prozent Urnenbestattungen gewesen“, sagte Bürgermeister Guido Rahn auf eine Anfrage der SPD-Beirätin Christel Zobeley.

Schon bei der Ortsbegehung hatte das Stadtoberhaupt deutlich gemacht, dass die Stadt auf diesem Friedhof ein zweites Urnenrondell anlegen will. „Das erste ist schon voll belegt.“ Das zweite werde im oberen Teil des Friedhofes nahe den Parkplätzen gebaut.

Das erste Rondell in Groß-Karben hat Vorbildfunktion für andere Friedhöfe, denn aus allen Stadtteilen erreichten die Stadt entsprechende Anfragen. Urnenrondelle sind auch in Burg-Gräfenrode und Rendel angelegt, Klein-Karben soll folgen. Solche Rondelle, in denen die Urnen kreisförmig zwischen Rasenbereichen angeordnet sind, erfreuen sich größerer Beliebtheit als die Urnenwände. Sie werden auch als nicht sehr ästhetisch eingestuft und sollen in Karben deshalb nicht mehr gebaut werden. Aber in Groß-Karben steht noch eine solche Urnenwand.

Auf die Frage von Zobeley, wann dort die Nutzungsrechte ablaufen, antwortete Rahn: „Nicht vor 2029.“ Sprich: So schnell ist nicht daran zu denken, dass diese Wand entfernt werden könnte.

Allerdings will die Stadt mit den Rasenrondellen „mehr Struktur auf die Friedhöfe bringen“, wie Rahn sagte. Zudem überlege man in der Verwaltung gerade, „ob wir noch elf verschiedene Bestattungsmöglichkeiten in der Friedhofssatzung festlegen müssen.“ So müsse man bedenken, ob die Vierer-Tiefgräber für Särge noch angeboten werden sollten. Diese würden praktisch gar nicht mehr nachgefragt.

Einstimmig verabschiedete der Ortsbeirat eine Anregung an den Magistrat: Der Groß-Kärber Friedhof soll barrierefrei werden. So soll die Stadt die Wege zwischen den Gräberreihen mit Bessemer Kies belegen, zunächst auf den neuen Teilen, wo die Gräberfelder noch weitestgehend geschlossen sind.

Im alten Teil sei ein Weg hinter der dritten Gräberreihe zu errichten, der gleichfalls mit Kies belegt werden soll. Zudem sei der Zugang zur Toilette der Trauerhalle barrierefrei zu gestalten. Zobeley: „Es muss unser gemeinsames Ziel sein, dass Menschen mit Mobilitätseinschränkungen die Gräber ihrer Angehörigen aufsuchen können.“

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