Stadtparlament

Tennisplätze sollen Gewerbe weichen

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Zwei Firmen wollen in Karben expandieren – heute Abend soll das Stadtparlament dafür eine grundsätzliche Entscheidung auf den Weg bringen. Dabei sind noch viele Fragen ungeklärt.

Auch wenn sich der zugehörige Tennisclub inzwischen aufgelöst hat: Zumindest eine Gnadensaison werden die Spieler noch auf ihren alten Sandplätzen neben dem Hotel Quellenhof in Groß-Karben am Selzerbrunnen aufschlagen können. Auch die Tennishalle daneben, schätzt Bürgermeister Guido Rahn (CDU), „wird wohl bis Jahresende noch nicht fallen“.

Beide Sportstätten sind dennoch dem Tode geweiht. Anstelle der Halle will der neue Eigner des Quellenhofs eine große Erweiterung seines Hotels errichten.

Und auf dem Areal der Tennisplätze samt des Parkplatzes daneben möchte der Veranstaltungsdienstleister Satis & Fy sein Firmengelände erweitern. Denn dem prosperierenden Unternehmen wird es auf dem benachbarten Gelände der Dögelmühle zu eng (wir berichteten). Damit beides realisiert werden kann, muss allerdings der Regionale Flächennutzungsplan Rhein-Main (Reg-FNP) geändert werden. Die bisher der Sportnutzung gewidmeten Flächen müssen als Gewerbeareal ausgewiesen werden. Das dafür nötige Verfahren soll heute Abend das Stadtparlament

anschieben.

Grünes Licht deutet sich nach einer Probeabstimmung im Stadtplanungsausschuss vom Dienstag auch für heute Abend an. Ebenso habe die Stadt das Vorhaben mit dem zuständigen Planungsverband „vorabgestimmt“, erklärt der Bürgermeister – und ebenfalls Zustimmung signalisiert bekommen.

Allerdings werde das Verfahren einige Monate lang dauern, erläutert Rahn. Die Pläne von Satis & Fy seien aber auch noch nicht so weit gediehen, dass sich bereits konkret die nächsten Genehmigungsschritte einleiten ließen. Klar ist dagegen: Stimmt das Parlament heute außerdem einem Vertrag mit dem Hoteleigner zu, kann das Tennisplatz-grundstück zum 1. Mai an die Stadt übertragen werden. Denn diese hatte auf ihr Vorkaufsrecht gedrungen – und wird das Areal dann an Satis & Fy weiterreichen.

Die Erweiterung des Firmengeländes des Veranstaltungsspezialisten wird außerdem ein wenig über das Tennisplatzgrundstück hinausgehen. Ein schmaler Streifen des zur Nidda anschließenden Ackers werde noch hinzugenommen, erklärt der Bürgermeister. Das sei allerdings nur so wenig, dass dafür keine weitere, separate Änderung des Reg-FNP notwendig werde.

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