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Vom Umgang mit der Vielfalt

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Die „Deutsch als Zweitsprache-Klasse“ unterstützt die aus 14 Nationen stammenden Schüler der Kurt-Schumacher-Schule (KSS). Sie ist eines von vielen Projekten, die der Förderverein der Schule ermöglicht.

Von Brigitte Ditscher

Die Freunde und Förderer der Kurt-Schumacher-Schule sind eine feste Institution in der Schulgemeinde. Seit vielen Jahren setzt sich der Verein in unterschiedlichsten Bereichen durch tatkräftige und finanzielle Hilfe ein. Klassenausflüge werden unterstützt, Chorfreizeiten gefördert. „Unser Ziel ist es, möglichst unbürokratisch einzutreten. Damit möchten wir die Hürden niedrig halten“, sagte die Vorsitzende Nicola Piesch.

Ein Beispiel dafür ist die „Deutsch als Zweitsprache-Klasse“ (DaZ) der KSS, die vom Verein mit Zuschüssen bedacht wird. Unter der Überschrift „Vom Umgang mit Vielfalt“ berichteten Klassenlehrerin Beatrix Rinkart sowie Beratungs- und Förderlehrerin Margret Cost-Frase von ihrer Arbeit in dieser Klasse, die derzeit von 26 Schülerinnen und Schülern aus 14 Nationen besucht wird.

Freunde gefunden

„Die Kinder sprechen kein oder kaum Deutsch“, informierte Rinkart. „Die Altersspanne liegt zwischen elf und 18 Jahren“, ergänzte Cost-Frase. Die Lernvoraussetzungen seien höchst unterschiedlich. Im Durchschnitt wechselten die Schüler nach einem Jahr in die Regelklassen.

Einen Einblick gaben die 14-Jährigen Kitty und Jessica. Die aus Ungarn stammende Kitty, die seit sieben Monaten die DaZ-Klasse besucht, stellte in fließendem Deutsch ihr Heimatland vor. Die aus Syrien kommende Jessica, die seit acht Monaten an der KSS unterrichtet wird, berichtete über die vom Krieg betroffene Stadt Aleppo, in der sie lebte. „Ich bin 14 Jahre alt und weiß, was Krieg ist. Aber jetzt kommt die Hoffnung. Ich bin hier. In meiner Klasse habe ich Freunde gefunden“, so Jessica. Während DaZ-Klassen-Schüler Roger eine von den Jugendlichen erstellte Power-Point-Präsentation zeigte, erzählten die Mädchen von schulischen Unternehmungen, darunter einem Vorlesetag und einem Ausflug in den verschneiten Taunus. Die Lehrerinnen: „Durch gemeinsame Erlebnisse erleben wir alle die Vielfalt in der Klasse als äußerst bereichernd.“ Das stark differenzierte Arbeiten gelinge nur durch gegenseitige Hilfe. „Es ist ein Geben und Nehmen.“

50. Geburtstag der KSS

Piesch kündigte an, dass sich der Verein an der Umgestaltung des Schulhofes finanziell beteiligen werde. Auch wird das Fest zum 50-jährigen Schulbestehen am 19. September geplant. Zum Ehrenvorsitzenden wurde Professor Hans-Volker Happel ernannt, der seit 1994 im Förderverein aktiv ist. Von 1999 bis 2005 prägte er den Verein als Vorsitzender. Er bereicherte ihn durch mehrere Kulturbeiträge und gestaltet den Weihnachtsmarkt mit. Happel versprach, dem Verein treu zu bleiben. Bei den Vorstandswahlen wurde Nicola Piesch als erste Vorsitzende wiedergewählt. Stellvertreter ist Anja Gubitzer. Kassierer bleibt Josef Prokopp. Beisitzer sind Christine Decher, Hans Huschens, Ina Lauster-Ulrich, Christa Puchert und Christina Schuster. Kassenprüfer sind Elke Halefeldt und Hans-Jobst Krautheim.

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