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Ersathabitate neue Lebensräume für Eidechsen in Feldgemarkung Okarben oberhalb Heitzhöfer Bachtal für wegfallendes Areal im künftigen Gewerbegebiet Spitzacker

Ärgernis in Karben

Vermeintliche Unrat-Haufen sollen Eidechsen dienen

Wer hat denn dort seinen Unrat einfach aufs Feld gekippt? Mehrere Spaziergänger auf dem Riedberg oberhalb des Heitzhöfer Bachtals hätten inzwischen darauf angesprochen, sagt Okarbens Ortsvorsteher Karlheinz Gangel (CDU).

Wer hat denn dort seinen Unrat einfach aufs Feld gekippt? Mehrere Spaziergänger auf dem Riedberg oberhalb des Heitzhöfer Bachtals hätten inzwischen darauf angesprochen, sagt Okarbens Ortsvorsteher Karlheinz Gangel (CDU). Er hat sich das Ganze angeschaut: Was wie Unrat aussieht, soll genau das Gegenteil sein.

„Das mag auf den ersten so wirken“, gibt Bürgermeister Guido Rahn (CDU) zu. Aber: „Das sind Schutzhabitate für Eidechsen.“ Und zwar jene Tiere, die in den kommenden vom Gelände des künftigen Okarbener Gewerbegebiets Spitzacker hinter der Shell-Tankstelle an der B3 ausziehen müssen. Ein Fachbüro solle das erledigen. Auf zwei städtischen Streuobstwiesen seien nun die Ersatzbiotope gebaut worden.

Diese sähen, räumt der Bürgermeister ein, gewöhnungsbedürftig aus. Nicht nur Sand- und Steinhaufen finden sich dort, sondern auch auf Erde aufgehäufte Baumwurzeln sowie größere Aufschichtungen von Zweigen und Ästen. Das habe seine Richtigkeit, betont Rahn, und sei auch von der Unteren Naturschutzbehörde bereits als korrekt so abgenommen worden.

Wichtig sei diese Art der Gestaltung, da die Eidechsen „etwas zum Verkriechen“ suchten, sagt Rahn. Wie viele Tiere genau am Spitzacker leben und umziehen, sei aber unklar. Klar ist hingegen schon: Die gesamte Eidechsen-Umzugsaktion kostet rund 50 000 Euro. dpg

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