Montessori-Kinderhaus

Viel Platz zum Spielen und Lernen

Das Montessori-Kinderhaus (Mokik) in Karben hat einen Neubau in Betrieb genommen. 1,86 Millionen Euro sind für das knapp 600 Quadratmeter große Gebäude investiert worden. Hinzu kommen 600 000 Euro für den Parkplatz mit einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern.

Mit leuchtenden Augen betraten die Kinder des Montessori- Kinderhauses ihr neues Domizil in der Dieselstraße in Klein-Karben. Nach einjähriger Bauphase und monatelanger Planung und Bauaufsicht durch Bauherrin Simone Kraft-von-Wantoch durften die Kinder ihre neuen Räume erkunden und am Nachmittag auch ihren Eltern und Verwandten zeigen. Unternehmer Stefan Kraft von der Firma Mediaintown und seine Gattin errichteten das neue Kindergartengebäude für den Elternträgerverein des Kinderhauses.

„Als wir von den Existenzsorgen des Kinderhauses erfuhren, war uns schnell klar, dass wir den Verein mit dem Bau eines neuen Gebäudes unterstützen wollen. Die Arbeit mit Kindern zu fördern, ist schon immer eine Herzensangelegenheit für uns“, so die Bauherrin. „Auch war es uns wichtig, dass das Angebot einer Montessori-Einrichtung in der Stadt Karben zukünftig erhalten bleibt.“

Das auf die Bedürfnisse des Kinderhauses individuell zugeschnittene Flachdachgebäude bietet ebenerdig Platz für eine Gruppe mit bis zu 25 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren sowie für zwei Gruppen mit bis zu jeweils zehn Kindern im Alter von ein bis drei Jahren. Die Gruppen sind in großen, hell und altersspezifisch eingerichteten Räumen untergebracht mit viel Platz für die vielfältigen Montessori-Materialien. Jeder Gruppenraum verfügt über einen eigenen Schlafraum, einen Direktzugang zu Bad und Außengelände sowie eine kindgerechte Küchenzeile. Dort dürfen sie Erfahrungen beim Kochen und Backen sammeln oder das gemeinsame Frühstück vorbereiten.

Weiterhin beherbergt das neue Gebäude einen Turnraum für vielfältige Bewegungsspiele. Auch der Bau des neuen Außengeländes hat bereits begonnen. Neben einem Erdhügel mit Tunnel, Kletterwand und Rutsche sind auch ein Sandkasten mit Wasserpumpanlage sowie Schaukeln und Rückzugsbereiche vorgesehen. Direkt an den Natur-Spielraum angrenzend dürfen die Kinder eine Wiese für Ball- und Fangspiele nutzen oder dort toben. Auf dem vorderen Teil des Grundstücks hat Bauherr Stefan Kraft eine Parkplatzfläche anlegen lassen. Diese dürfen künftig sowohl seine Mitarbeiter als auch Lehrer und Eltern des Kinderhauses nutzen. „Wir sind sehr froh darüber, dass damit die Gefahrenquelle, unsere Kinder an einer vielbefahrenen Hauptstraße bringen und abholen zu müssen, gebannt ist“, sagt Jakob Möhs, Mitglied im Vorstand des Elternträgervereins.

Im zweisprachigen Kinderhaus, wo Deutsch und Englisch gesprochen wird, werden bis zu 40 Kindergartenkinder im Alter von drei bis sechs Jahren und in einer separaten Gruppe zehn Kleinkinder im Alter von ein bis drei Jahren durch Montessori-Pädagogen betreut, angeleitet und in ihrer Entwicklung unterstützt.

Besonderer Wert gelegt wird auf die Entwicklung der sozialen Kompetenzen der Kinder und ihre individuelle Förderung. Pädagogischer Schwerpunkt ist die Montessori-Pädagogik. So soll partnerschaftliches Miteinander gelebt werden. Die Kinder lernen, selbstständig nach Lösungen zu suchen, sich an Regeln zu halten, langfristig an einem Vorhaben zu arbeiten, respektvoll miteinander umzugehen. Das Kinderhaus ist ganzjährig von 7.30 bis 15.30 Uhr geöffnet. fnp

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