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Auf dem Sprung in die neue Oberliga-Saison sind die Damen der TG Groß-Karben mit (v. li.). Pakize Saglik, Julia Hinterthür, Patricia Armbruster, Jana Achtert, Elina Stelten, Susanne H., Janina Hecht, Diana Jehner und Maja Leutar.

Volleyball

Wenn sich Teufelinnen mit Elfen duellieren

Auf los geht’s los: Zum Einstieg in die Volleyball-Oberligasaison misst die TG Groß-Karben ihre Kräfte morgen zu „High-noon-Zeit“ mit guten alten Bekannten.

Zu ungewohnter Zeit – am Sonntag um 12 Uhr mittags – beginnt die Saison 2018/19 für die Oberliga-Volleyballdamen der TG Groß-Karben. In der Großsporthalle der Kurt-Schumacher-Schule empfangen sie morgen alte Bekannte aus Nordhessen: die Freie Sportvereinigung (FSV) Bergshausen, gemeinhin als „Elfen“ bezeichnet. Beide Teams kennen sich bereits aus Regionalligazeiten. In der vergangenen Saison hatten sie sich beim Hinspiel in Karben ein packendes Match geliefert, das die TG nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2 für sich entscheiden konnte.

Weniger gut lief es für die „Teufelinnen“ aus Karben im Rückspiel Mitte März, als sie in Fuldabrück nur mit sieben Spielerinnen antraten und 0:3 verloren. Am Ende der Spielzeit landete Bergshausen mit 39 Punkten auf Platz fünf, die TG wurde mit 26 Punkten Siebter. Neues Spiel, neues Glück.

Die Karbenerinnen hatten mehrere Abgänge zu verkraften. Bruna Tocantins de Lima, Tatjana Metz und Julia Stein sind aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr dabei. Tatjana Henkel, Ina Rosenbecker und Helen Schäfer stehen nur noch im Notfall als Backup bereit. Neu hinzugekommen sind Maja Leutar vom Regionalliga-Aufsteiger HTG Bad Homburg für den Mittelblock und Janina Hecht vom SSC Bad Vilbel II im Zuspiel. Beide haben früher in Bad Vilbel schon in einer Mannschaft gespielt.

Maja Leutar: „Ich spiele seit über 20 Jahren leidenschaftlich Volleyball. Schon im ersten Probetraining habe ich gespürt, dass das Klima zwischen Trainer, Mannschaft und mir stimmt. Die lockere, aber dennoch ehrgeizige Einstellung zum Sport, der warmherzige Empfang und die nahtlose Eingliederung ins Team haben mich sehr schnell überzeugt. Nun freue ich mich auf eine spannende Saison.“

Auch Janina Hecht spielt schon lange Volleyball. Angefangen hat sie im Alter von sieben Jahren bei ihrem „Dorfverein“ TSV Egestorf. Der Weg von diesem Verein aus einem Stadtteil von Barsinghausen führte sie von der E-Jugend bis zur Bezirksklasse. „Mit 18 bin ich dann in die Großstadt erst zum SC Langenhagen und dann zur VSG Hannover (erst Verbandsliga, dann Oberliga) gewechselt. Während meiner Ausbildung habe ich noch bei der Lübecker TS gespielt. Nach der Ausbildung bin ich nach Frankfurt gekommen.“ Berufsbedingt zog Janina Hecht nach Mörfelden und spielte dort auch eine Saison lang. „Da ich aber wieder Oberliga spielen wollte, bin ich zur HTG Bad Homburg gewechselt.“ Von dort führte ihr Weg über die FTG Frankfurt zum SSC Bad Vilbel. An ihre neuen Mitspielerinnen gerichtet, meint sie: „Zu euch bin ich gewechselt, weil ich mich direkt wohl und aufgenommen gefühlt habe und ich das Gefühl hatte, vom Trainer viel lernen zu können.“

Veränderungen gab es auch in Bergshausen. Am gravierendsten war das Ausscheiden von Trainer Thorsten Vockenroth. Aber schon im Juli verpflichtete man mit Thomas Willisch (43) den Nachfolger. „Wir sind alle motiviert, oben mitzuspielen“, erklärt Mittelblockerin Lisa Reißig. Thomas Willisch ist zugleich Spieler der 1. Herrenmannschaft in Bergshausen.

Ende August hieß es auf der Facebook-Seite der Bergshausener „Elfen“, die Karbener „Teufelinnen“ seien einer ihrer Lieblingsgegner: „Die Matches gegen Groß-Karben sind stets geprägt von Leidenschaft, Ehrgeiz und vor allem einer phänomenalen Stimmung der Fans.“

Die Karbenerinnen absolvierten kürzlich noch ein Trainingsspiel gegen Ligakonkurrent TSV Hanau, das sie allerdings verloren. Angesichts des kleinen Kaders war man aber mit den Leistungen zufrieden. Ohnehin ist damit zu rechnen, dass der Saisonstart etwas holprig verlaufen wird, da die Mannschaft sich in der neuen Formation erst noch finden muss und in den ersten Spielen nur ein sehr enger Kader zur Verfügung steht.

In einer Spielklasse, in der fast jeder jeden schlagen kann, wird vieles auch von der Tagesform abhängen. Der Saisonstart steht in dieser Hinsicht nicht unter den allerbesten Vorzeichen, da die TG morgen „ohne drei“ gegen Bergshausen antreten muss. Aus unterschiedlichen Gründen werden Janina Hecht, Julia Hinterthür und Pakize Sagliknicht mit von der Partie sein können. gg

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