WLAN in Karben

Nicht nur zu Hause sollen die Karbener bald schneller und besser im Internet surfen können, sondern auch unterwegs. Bis zum Sommer soll ein drahtloses Netzwerk im Stadtzentrum entstehen.

Mal schnell etwas nachschauen, noch im Messenger mit den Freunden schreiben, beim Warten auf die S-Bahn ein bisschen Zeitung lesen auf dem Smartphone. Noch bequemer als über Handynetz ist das per drahtlosem Netzwerk möglich. Und genau diesen Luxus sollen die Karbener und ihre Gäste zumindest im Stadtzentrum zukünftig genießen. „Wir wollen das bis zum Sommer umsetzen“, kündigt Bürgermeister Guido Rahn (CDU) an. Die Stadt will ein WLAN-Netz aufbauen, in das sich jeder einloggen und kostenfrei durchs Internet surfen kann.

Allerdings baut die Stadt dieses Netz aus technischen wie rechtlichen Gründen nicht selbst auf, sondern beauftragt eine Firma. Fünf Unternehmen habe man um Angebote gebeten, drei hätten sich zurückgemeldet, erläutert der Rathauschef. Ergebnis: Auf die Stadt kommen Investitionskosten in Höhe von rund 10 000 Euro zu.

Der Hotspot – so nennt sich der Sender für das drahtlose Netzwerk – soll das Zentrums-Areal zwischen Jukuz, Bahnhof Groß-Karben und dem Hallenfreizeitbad abdecken. Konkret sind vier Sender vorgesehen, die vom Hallenfreizeitbad aus, vom Bürgerzentrum, vom Jukuz und vom Bahnhofsgebäude jeweils in ein Umfeld von rund 200 Metern senden. „Damit können wir einen großen Teil der öffentlichen Bereiche im Stadtzentrum hervorragend abdecken“, erklärt Rahn.

Allein das Gebiet beiderseits von Luisenthaler Straße und Robert-Bosch-Straße mit dem City-Center sowie dem Rewe-Markt und den kleineren Läden dort drumherum werde dabei noch nicht abgedeckt. Rahn setzt darauf, dass die dortigen Läden aber ein Interesse daran haben, ihren Kunden das Angebot ebenfalls zu machen, und einen weiteren Sender für den Hotspot zu installieren und zu finanzieren.

Für die Stadt entstehen rund 200 Euro Kosten je Monat fürs Bereitstellen des Hotspots. Die Verantwortung für das Angebot bleibe allerdings beim Betreiber. Der sorge auch per Firewall für Sicherheit.

Für die Nutzer soll das WLAN kostenlos nutzbar sein. Dafür müssen sie zu Beginn der Verbindung laut Rahn eine kurze Werbeeinblendung in Kauf nehmen. Die Einwahl solle simpel und sofort funktionieren, entweder per SMS oder einer E-Mail-Registrierung. Ein Zeitlimit solle verhindern, dass bei Up- und Download Missbrauch betrieben werde. Wichtig sei das WLAN besonders dort, wo Menschen viel Zeit verbringen, sagt der Bürgermeister: Auf der Liegewiese des Hallenfreizeitbades, im Jukuz-Jugendcafé, beim Warten auf S-Bahn oder Stadtbus am Bahnhof. dpg

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