Kloppenheim

40 Wohnungen füllen Baulücke

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Mit vier großen Mehrfamilienhäusern soll die Baulücke an der Frankfurter Straße am nördlichen Ortsausgang von Kloppenheim aufgefüllt werden. Allerdings gibt es in der Karbener Politik merklichen Widerstand.

In Zeiten von Wohnungsmangel sollte eigentlich jeder zufrieden sein über ein solches Projekt. 40 weitere Wohnungen könnten schon bald in Kloppenheim entstehen, in Laufweite zur S-Bahn-Station Groß-Karben und fast direkt an der B3.

Gebaut werden sollen diese Wohnungen auf dem 3000 Quadratmeter großen Wiesengrundstück an der Frankfurter Straße am nördlichen Ortsausgang, gelegen zwischen Rhön- und Taunusstraße. Seit das Wohngebiet Sauerborn dort erschlossen wurde, ist die Fläche zu einer Baulücke geworden.

Vier große Mehrfamilienhäuser planen nun die beiden Eigner des größten Teils des Grundstücks, einer aus Kloppenheim, der andere aus Petterweil. Acht bis zwölf Wohnungen soll jedes der Häuser beherbergen, 60 bis 90 Quadratmeter groß. Zwei Voll- und ein Staffelgeschoss hoch sollen die Gebäude werden. Zur Straße hin dürften sie niedriger wirken, weil das Gelände von der Straße weg stark abfällt.

Platz für 64 Fahrzeuge müssen die Bauherren schaffen. Eine Tiefgarage unter den Gebäuden soll Platz für 28 Autos bieten. Weitere 21 Stellplätze haben die Investoren zwischen den vier Gebäuden vorgesehen.

15 Stellplätze sind an der Rhönstraße vorgesehen. Darüber hinaus sind entlang der Frankfurter Straße außerdem elf öffentliche Parkplätze geplant.

Vor und hinter den Häusern entstehen laut der aktuellen Planung nur schmale Streifen, die „gärtnerisch angelegt“ werden sollen. Den Raum zwischen den Häusern nutzen die Investoren, um dort Parkplätze anzulegen. Diese sollen mit wasserdurchlässigen Oberflächen gestaltet werden. Immerhin: Die Dächer sollen am Ende „extensiv begrünt“ sein.

Sonderlich große Begeisterung war bei den Stadtverordneten für das Projekt allerdings nicht auszumachen. Sie haben zunächst mit einer Mehrheit aus CDU, Freien Wählern und FDP das Genehmigungsverfahren auf den Weg gebracht und einem Vertrag zugestimmt, wonach die Investoren die Kosten dafür tragen.

SPD, Grüne und Linke allerdings stimmen dagegen. Offenbar sind sie wenig begeistert von der rigorosen Ausnutzung des Geländes. „Das ist ein gutes Beispiel, um einem Investor eine Quote für sozialen Wohnungsbau vorzugeben“, findet Linken-Stadtverordneter Uwe Maag.

Eine Chance, das durchzusetzen, könnte es womöglich durchaus geben. Denn die Stadt scheint zumindest einen Joker in der Hand zu haben: Einige kleine Teile der Fläche gehören ihr. Es sind jene Bereiche, in denen die Investoren an der Rhönstraße Parkplätze einrichten und an der Frankfurter Straße die Tiefgarageneinfahrt bauen wollen.

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