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Aus Freude am Handarbeiten

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Von: Christine Fauerbach

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Helga Schreck (3. v. l.) und fünf der sieben Teilnehmerinnen frönen gemeinsam ihrem Hobby, dem Handarbeiten. © Christine Fauerbach

Häkeln, stricken, sticken, knüpfen, plaudern, Leute treffen und miteinander Spaß haben - das gehört zum Programm des Handarbeitskreises Okarben.

A m zweiten Mittwoch im Mai klapperten nach zweijähriger Pause erstmals wieder Strick-, Stick- und Häkelnadeln in Okarben um die Wette. Kein Wunder, denn der Handarbeitskreis in Okarben ist an diesem Nachmittag in eine neue Ära gestartet. »Vor Corona war der 2019 gegründete ›Literarische Handarbeitskreis‹ ein Angebot im Rahmen des städtischen Arbeitskreises Altenhilfe. Er fand im evangelischen Gemeindehaus statt«, informiert Helga Schreck. Da das Gemeindehaus zurzeit nicht zur Verfügung steht, hat die seit Jahren ehrenamtlich engagierte Okarbenerin den Handarbeitskreis jetzt als private Initiative wiederbelebt. Und die Stadt Karben stellte ihr einen Raum im Bürgerhaus Okarben als Treffpunkt für die bei Handarbeiterinnen beliebte Veranstaltung zur Verfügung. Das Angebot richtet sich an alle, die Freude am Handarbeiten haben und sich darüber mit anderen austauschen möchten.

Zum ersten Treffen kamen sieben Frauen ins Bürgerhaus. Zwei weitere kündigten ihr Kommen für den nächsten Termin an. Nach der Vorstellungsrunde packen die Frauen ihre Strick-, Stick- oder Häkelnadeln, Wolle, Decken und Proviant aus. Helga Schreck hatte wieder ein Buch dabei, aus dem sie, falls gewünscht, etwas zur Unterhaltung vorlesen konnte. Das war aber nicht nötige, denn schnell war die fröhliche Runde in angeregte Gespräche vertieft.

Als Kind das Sticken von Oma gelernt

In der Runde Platz genommen hatte mit Ruth Skupin eine »Wiederholungstäterin«. Sie gehörte bereits zu den treuen Teilnehmerinnen im ersten Handarbeitskreis. Sie stickt seit sie ein kleines Mädchen im Kindergartenalter war. »Meine Oma und meine Mutter haben schon gestickt, ich bin damit aufgewachsen. Ich hatte als Kind mit Stickereien verzierte Kleidchen an. Viele Kissen, Bilder und Tischdecken gestickt habe ich früher, vor allem als meine Kinder klein waren.« Beim Handarbeitskreis packt sie eine kleine Tischdecke aus, auf die Lorbeermotive aufgedruckt sind. »Die gehört zu einer Serie mit zehn verschiedenen Kräutern.«

Ihre Stricknadeln in Rekordgeschwindigkeit klappern, ohne hinzusehen, lässt Renate Harrock. Sie strickt Socken, denn »Socken gehen immer«. Sie strickt vor allem für ihre Bekannten und deren Enkel. Das Stricken beigebracht hat der 83-Jährigen einst ihre Oma. Später hat sie auch viel gestickt und Teppiche geknüpft. Sie kommt - wie alle anderen - zum Handarbeitskreis, um sich mit anderen über ihr Hobby Handarbeiten auszutauschen, gegenseitig Tipps zu geben und Gesellschaft zu haben. Vor einigen Jahren hat sie bereits Handarbeitstreffen in den Bad Homburger Stadtteilen Dornholzhausen und Ober-Erlenbach besucht. »Ich finde diese Treffen schön, und man lernt dabei immer wieder etwas von den anderen Teilnehmerinnen sowie Neues kennen.«

Alle sagen, sie freuen sich, dass es wieder ein solches Angebot der kurzen Wege gibt und sie sich ungezwungen mit anderen Frauen austauschen und Kontakte knüpfen können. Helga Schreck freut sich auf die Teilnahme weiterer kreativer Frauen aus Karben und Umgebung sowie Anregungen aus dem Teilnehmerkreis, die sie gern aufgreift.

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