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Christian Bock: Übung macht den Meister

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Der 19-jährige Nachwuchsgitarrist Christian Bock aus Karben studiert bald an der Musikakademie in Wiesbaden. © Red

Bis zu fünf Stunden üben am Tag? Für den Karbener Nachwuchsgitarristen Christian Bock ist das keine Seltenheit. Vor ihm liegt ein renommiertes Studium und die Hoffnung auf eine musikalische Karriere. Den Grundstein hat er in der Musikschule Bad Vilbel und Karben gelegt.

F eierabend hat Christian Bock selten. Wenn der junge Gitarrist probt, kann er immer noch eine Wiederholung draufsetzen: Denn perfekt, weiß er, ist das eigene Können nie. Zumal der Karbener mittlerweile Stücke einstudiert, »die man sich nicht in einer Stunde draufgeschafft hat«. Hinter dem 19-Jährigen liegen Wochen, in denen vielmehr vier bis fünf Stunden Probenzeit am Tag keine Seltenheit waren. Denn Bock hat sich auf die Aufnahmeprüfungen für das Musikstudium vorbereitet: eine Auswahl komplexer Stücke, darunter Bach.

Preise bei

»Jugend musiziert«

Und damit konnte der Nachwuchsgitarrist, der in der Vergangenheit auch schon Preise bei »Jugend musiziert« eingeheimst hat, überzeugen: Ab Oktober wird Bock in Wiesbaden Musik studieren, die Konzertgitarre wird sein Hauptfach sein. Auf die Frage, die wohl jeder Student am häufigsten hört, hat er zwar noch keine definitive Antwort - wohl aber Visionen: »Mit einem Musikstudium habe ich verschiedene Optionen«, weiß der junge Musiker. Diese reichen vom Unterrichten - bereits heute gibt Bock sein Wissen als Gitarrenlehrer weiter - über das Management von Künstlern bis hin zum eigenen Gang auf die Bühne. »Ich habe auf alle drei Wege große Lust«, sagt er, wohl wissend, dass die Konkurrenz mitunter groß ist.

INFO Konzert im Oktober

Der nächste Konzerttermin von Christian Bock in Karben steht bereits fest: Am Sonntag, 16. Oktober, wird er in der Petterweiler Kirche zu hören sein. Weitere Infos werden folgen. jkö

Das hat der Karbener bereits bei der Wahl des Studienortes zu spüren bekommen: Er hatte sich nicht nur in Wiesbaden, sondern bei mehreren sehr renommierten Musikhochschulen beworben und eine Reihe von Aufnahmeprüfungen absolviert, in denen er sich teils gegen Konkurrenz aus Asien durchsetzen musste. Letztlich fiel die Wahl auf die Musikakademie Wiesbaden, wo er sein Können unter Christian Zielinski schärfen wird. Zum Studienbeginn will Christian Bock eine eigene Wohnung in der Landeshauptstadt beziehen - mit bereits geplanten Auftritten in der Heimat (s. Kasten).

Denn wie jeden Künstler zieht es auch Bock auf die Bühne. »Mein Ziel ist immer, aufzutreten«, sagt er mit Blick auf all die Stunden des einsamen Probens. Und dazu nutzt er jede Möglichkeit, die sich ihm bietet. In den vergangenen Jahren hat er in einem Gitarrenensemble als Musikschulprojekt unter der Leitung des renommierten Gitarristen und Dirigenten Helmut Österreich gespielt. Und eine ganz andere Musikrichtung spielt Bock mit seiner Wetterauer Band: Statt klassischer Stücke oder Jazz sind Pop und Indie Rock zu hören. »Das ist immer eine schöne Abwechslung.«

Den Grundstein für seine Karriere hat der Gitarrist in Bad Vilbel gelegt, seitdem ist er in der Gitarrenklasse von Markus Paichrowski. Beim Instrumentenkarussell der Musikschule hatte er mit sieben Jahren erstmals Instrumente in der Hand. Die Gitarre habe es ihm sofort angetan, erzählt er - und die Harfe. »Aber meine Eltern haben mich dann wohl auch aus Gründen der Praktikabilität eher von der Gitarre überzeugt«, sagt er lachend. Für das Vorspielen in Wiesbaden hat er nun auch ein wenig Piano gelernt.

Was ihn an den Saiteninstrumenten besonders fasziniert? »Mit der Gitarre habe ich quasi immer ein kleines Orchester dabei«, erklärt Bock. Während beispielsweise eine Bassposaune auf andere Musiker angewiesen sei, um ihren vollen Klang zu entfalten, könne er selber Bass, Melodie, Gesang zusammenfügen - mit Freunden am Lagerfeuer ebenso wie in einem Karbener Probenraum oder dann irgendwann auf der großen Bühne.

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