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Eine Frage der Pflege

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Von: Christine Fauerbach

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Der Spielplatz im Wohngebiet ist verwildert. Eine Lösung ist wohl nicht in Sicht. © Christine Fauerbach

Karben (cf). Im Kloppenheimer Wohngebiet »Am Taunusbrunnen« leben 250 Bürger. Ortsvorsteherin Marita Scheurich (CDU) hatte die Mitglieder des Ortsbeirates Kloppenheim, Bürger und Magistratsmitglieder zu einer Ortsbegehung durch das neue Wohngebiet eingeladen. Treffpunkt war die Einfahrt Franz-Krug-Straße. Dort begrüßte die Ortsvorsteherin 13 Teilnehmer.

Neben den Ortsbeiratsmitgliedern waren auch Bürgermeister Guido Rahn und Stadträtin Ingrid Lenz (beide CDU) gekommen. Aus dem Wohngebiet nahmen vier Bürger teil, darunter mit Susanne Bischof und Melanie Haffmann zwei Vertreterinnen der beiden Eigentümergemeinschaften. Bischof lobte, dass es sich um ein sehr ruhiges Wohngebiet mit guter Verkehrsanbindung und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe handele. Dies bestätigten immer wieder vorbeilaufende und -fahrende Anwohner, die versicherten, dass sie gern »Am Taunusbrunnen« wohnen.

Vor allem Melanie Haffmann hatte zahlreiche Fragen an die Kommunalpolitiker. Wissen wollten die Bürger vom Rathauschef, wem der Grünstreifen vor den Häusern entlang der Brunnenstraße gehört und ab wann es einen Fußweg ab der Mitte des Geländes bis zur Kreuzung Bahnstraße gibt. Das Gelände vor den Häusern gehört teils der Stadt und teils der Kling-Gruppe, informierte Rahn. Gebaut werde der Fußweg samt Ampel, sobald Hessen Mobil, dessen Aufgabe dies sei, eine Freigabe erteilt.

Abgelehnt haben die Mitgliederversammlungen der beiden Eigentümergemeinschaften einstimmig die Beteiligung an Instandhaltungskosten und Pflege in Höhe von 10 000 Euro jährlich, für den Spielplatz auf einem Privatgelände der Kling-Gruppe zwischen Franz-Krug-Straße und Jukuz-Gelände.

Der Vorschlag sah vor, dass jeweils ein Drittel der Kosten für die Pflege ein- bis zweimal im Monat von den Eigentümern, der Stadt und der Kling GmbH getragen werden. Derzeit ist der Spielplatz total verwildert und zugewachsen, die Spielgeräte müssten kontrolliert und gewartet werden. Rahn sagte: »Es gibt zwei Spielplätze auf dem Gelände des Wohngebietes. Einer gehört der Kling GmbH, der andere der Kosmos GmbH. Auch wenn im Moment nur wenige Kinder im Wohngebiet leben, ist es schade, dass so ein schöner und idyllisch gelegener Spielplatz aufgrund des Streits wegen der Kostenübernahme verfällt.«

Gefordert wurde eine Verlegung der Glascontainer, ein Spiegel an der Aus- und Einfahrt der Franz-Krug-Straße auf und von der Brunnenstraße sowie die Errichtung einer Schallmauer hinter der Jukuz-Bühne zum Wohngebiet hin. Möglich sei die Verlegung des Festivals Richtung Bahn. Die Stadt werde dies prüfen.

Rahn informierte, dass zwischen sieben und neun Uhr morgens 200 Schulkinder das »Schachbrettmuster« am Bahnhof querten. Die zuständige Behörde forderte die Stadt auf, es zu entfernen, da es sich in einer Tempo-30-Zone befinde. Deshalb dürfe dort kein Zebrastreifen angelegt werden. Die Stadt Karben will das Schachbrettmuster jetzt rot wie Fahrradwege einfärben.

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Bürgermeister Guido Rahn (Mitte, CDU) beantwortet Fragen der Anwohner des Baugebiets »Am Taunusbrunnen«. © Christine Fauerbach

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