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Feuerwehr muss drei Mal ausrücken

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Von: Antje Grunenberg-Heuer

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Unrühmliches Ende eines geplanten Grillabends: Beim Anzünden des Grills springen Funken in einen Rendeler Kleingarten und auf das angrenzende Stoppelfeld über. Die Feuerwehr muss ran. © Antje Christ. Grunenberg-Heuer

Gleich drei Mal musste die Karbener Freiwillige Feuerwehr am Samstag ausrücken, weil es brannte. Der größte Einsatz geschah am Samstagabend gegen 18 Uhr in Rendel.

Karben (ach). In Rendeler Gemarkung waren am Ortsausgang in Richtug B 521 am Samstagabend ein Kleingarten und das angrenzende Feld in Brand geraten. Ein Kleingärtner wollte seinen Grill anwerfen, doch das geriet schnell außer Kontrolle. Trockenheit und Wind führten dazu, dass die Flammen übergriffen auf den Garten, das am Gartenzaun stehende Auto sowie das angrenzende Stoppelfeld. Der Mann zog sich leichte Brandverletzungen am Bein zu und wurde von der Besatzung des gerufenen ASB-Rettungswagens vor Ort verarztet; Frau und Kind kamen mit dem Schrecken davon. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Martin Strehl berichtete, da man an dieser Stelle keinen Wasseranschluss habe, musste die Feuerwehr mit ihrem Löschfahrzeug mit 4000 Litern Wasser anrücken. Um sicherzugehen, dass bei der Trockenheit auch wirklich keine Glutnester mehr zurückblieben, habe er aus Bad Vilbel ein Tanklöschfahrzeug angefordert, das 5000 Liter Wasser fasst. 28 Feuerwehrleute aus Karben-Mitte, Rendel und Bad Vilbel seien im Einsatz gewesen bis etwa 19.45 Uhr. Strehl selbst fuhr gegen 21.15 Uhr noch mal zum Kleingarten, um zu sehen, dass auch nichts mehr aufflackerte.

Eine halbe Stunde vor dem Alarm in Rendel, gegen 17.30 Uhr, war die Feuerwehr in die Erich-Kästner-Straße nach Klein-Karben alarmiert worden. Dort brannte ein hinter einem Verteilerkasten gelagerter Zeitungsstapel. Acht Kräfte der Feuerwehr-Mitte fuhren zum Einsatzort. Der dritte Einsatz am Samstag war auch in Klein-Karben. Eine Hecke in der Rathausstraße am Parkplatz der dortigen Geschäftszeile stand in Flammen. Strehl sagte, die Feuerwehr habe verhindern können, dass das Feuer auf das angrenzende Wohnhaus übersprang. »Das war sehr grenzwertig«, sagte Strehl, der den in Urlaub befindlichen Stadtbrandinspektor Christian Becker vertritt und gleich alle Hände voll zu tun hat. 14 Feuerwehrkräfte aus Karben-Mitte waren in der Rathausstraße im Einsatz.

Verdacht

auf Brandstiftung

Zu den beiden Bränden in Klein-Karben hatte man auch die Polizei gerufen. Sie ermittelt nun, da der Verdacht auf Brandstiftung beim Zeitungsstapel und dem Heckenfeuer besteht, wie Strehl mitteilte.

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